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TechTäglich
Die Top 10 der CES (1): Anti-Apple-BMW

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den zehn besten Neuheiten der CES und mit dem Aus für die ungeliebten 8K-Fernseher.

Text: W&V Redaktion

9. Januar 2023

BMW i Vision Dee: So ein Ambiente würde man eher vom Apple-Auto erwarten.
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Die Top 10 der CES (1): Anti-Apple-BMW

So soll also unsere Zukunft ausschauen. Am Sonntag ist in Las Vegas die CES zu Ende gegangen – eine der wichtigsten Technikmessen der Welt. Viele Neuheiten drehen sich um künstliche Intelligenz. W&V kürt seine CES-Top-10 (Teil 1).

1 – Der Anti-Apple-BMW mit der Bayern-Alexa

BMW hat in Las Vegas seine spannendste Auto-Studie seit Langem vorgestellt. Im i Vision Dee stecken so viele Neuerungen, dass das Wirtschaftsmagazin Bloomberg bereits von einem "Vorgeschmack aufs Apple-Auto" schreibt. Denn solche Funktionen würde man eher vom iPhone-Hersteller erwarten. Die Frontscheibe des Elektroautos lässt sich in fünf Stufen vom Head-up-Display, das Navigation, Instrumente und Social Media einblendet, in eine formatfüllende Kinoleinwand verwandeln. Der Lack des Dee (Digital Emotional Experience) besteht aus 240 Segmenten von elektronischer Tinte, die fast beliebige Farbkombinationen ermöglichen. Wenn das Auto jeden Tag perfekt zur Handtasche passen soll – kein Problem! Vorne ist die Riesen-Niere zumindest vorerst verschwunden. Das zierliche Design erinnert eher an die BMW-Klassiker der 02er-und 3er-Serie. Die Front soll mit verschiedenen Animationen die (hoffentlich gute) Laune der Fahrerin oder des Fahrers ausdrücken. In dieser Form kommt der i Vision Dee zwar nicht auf die Straße. Aber der neue BMW-Sprachassistent Dee, eine Art bayerische Alexa, und Teile des Head-up-Displays gehen ab 2025 in den Modellen der sogenannten "Neuen Klasse" in Serie.

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2 – Der Avocado-Scanner

Ist die Avocado im Supermarkt reif, überreif – oder noch überhaupt nicht reif? Das Glücksspiel mit der Kult-Frucht soll mit dem neuen Früchte-Scanner der niederländischen Firma OneThird ein Ende haben. Per rotem Laser, der kurz auf die Avocado, auf Erdbeeren oder ähnliche Produkte gerichtet wird, verrät das Gerät exakt den Reifezustand und die zu erwartende Haltbarkeit. "Wir sind stolz darauf, das erste Produkt entwickelt zu haben, das die Haltbarkeitsdauer von Frischwaren genau und objektiv vorhersagt", erklärt OneThird-Chef Marco Snikkers. Bleibt bloß zu hoffen, dass man im Supermarkt nicht beim Avocado-Check unangenehm auffällt. Vielleicht bauen Rewe & Co. den Scanner ja auch direkt in ihre Läden ein.

3 – Das Anti-Angst-Kissen

Dass richtiges Atmen der Schlüssel für Entspannung und Wohlbefinden sein kann, ist nichts Neues. Der japanische Wellness-Spezialist Yukai bringt dafür noch dieses Jahr das atmende Kissen Fufuly auf den Markt. Wer es umarmt und genau im Rhythmus des Kissens ein- und ausatmet, soll ruhiger und entspannter werden, und sogar Ängste überwinden. Der Effekt wirkt laut Experten der Uni Tokio ähnlich beruhigend, wie wenn man ein Baby oder eine Katze im Arm hält. Dafür genügen schon fünf Minuten Kissen-Kuscheln.

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4 – Die schlaue Vogeltränke

Momentan ist Winter. Aber im Frühjahr gilt endlich wieder: "Alle VögSo gutlein sind schon da." Wer dann wissen will, welche Piepmatze in seinem Garten oder auf seiner Terrasse unterwegs sind, erfährt es mit der schlauen Vogeltränke "Smart Hummingbird Feeder" der US-Firma Bird Buddy. Sie bietet gleich zwei Funktionen. Per künstlicher Intelligenz mit Vogelgesichtserkennung identifiziert sie rund 1.000 Vogelarten – und verrät per App, wer hier zu Gast war. Die eingebaute Kamera liefert dazu das Bild des durstigen Vogels mit. Nutzer können "ihre" Vögel dann in der App sammeln, ähnlich wie im Pokémon-Spiel.

5 – Nespresso-Kapseln für die Dusche

Aroma-Kapseln ähnlich wie für die Nespresso-Maschine gibt es jetzt auch für die Dusche. Der US-Sanitär-Spezialist Kohler will das heimische Bad damit mehr denn je in ein Spa verwandeln. Die "Sprig Shower Pods" werden in eine Halterung von Kohler gesteckt, die zu praktisch jedem Duschkopf passen soll. Dann duftet das Duschwasser nicht nach Kaffee – sondern nach Eukalyptus, Kamille oder Lavendel. Hautpflegende Stoffe sind ebenfalls in den Pods enthalten. Eine Kapsel kostet rund drei Euro.

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Das sind die Themen von TechTäglich am 9. Januar 2023:


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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