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TechTäglich
Die Top 10 der CES (2): Selbstfahrender Kinderwagen

Das Technikjahr 2023 hat den gewohnten Frühstart hingelegt – mit der CES in Las Vegas, die bereits am 5. Januar gestartet ist. W&V stellt seine Messe-Top-10 vor. Im zweiten Teil geht es unter anderem um intelligente Augenbrauen.

Text: W&V Redaktion

9. Januar 2023

Nein, auch mit dem Smart-Kinderwagen Ella dürfen Eltern beim Spazierengehen nicht zu Hause bleiben.
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Die Top 10 der CES (2): Selbstfahrender Kinderwagen

6 – Der selbstfahrende Kinderwagen

Sein Baby mit einem autonomen Kinderwagen nach draußen zu schicken und selbst zuhause zu bleiben – das ist für die meisten Eltern undenkbar. Aber so ist die Neuheit der kanadischen Firma mit dem schönen Namen "Glüxkind" auch gar nicht gedacht. Der Smart-Kinderwagen "Ella" soll Mama und Papa mit Sensoren, Kameras und Motor lediglich beim Spazierengehen unterstützen. Er fährt mit Elektrokraft bergauf, bremst bergab von selbst und weicht Hindernissen aus. Der Hersteller verspricht Eltern "ein Extra-Paar von Augen und Händen". Wenn ein Kind getragen werden will, fährt Ella ohne Schieben von selbst daneben weiter. Und bei Bedarf schaukelt es den Nachwuchs in den Schlaf – ab April für rund 3.500 Euro.

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7 – Das smarte Pinkeln

Vom französischen Gesundheitsspezialisten Withings war auf der CES eine Neuheit zu sehen, die mit gleich drei Innovationspreisen ausgezeichnet wurde. Der U-Scan ist das erste smarte Urinlabor für zuhause. Das kleine Gerät wird wie ein Spülstein in die Toilette gehängt und analysiert die über 3.000 Stoffwechselprodukte des menschlichen Urins. Kleine Kartuschen, die sich von selbst spülen, liefern per App sowohl Daten über den weiblichen Zyklus als auch Auswertungen zu Gesundheit und Nährstoffzufuhr. So erhalten Nutzer Tipps zu ihrer Ernährung oder zu ihrem Training. U-Scan startet im Sommer für 500 Euro.

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8 – Der PlayStation-Controller für alle

Mit dem neuen, 240 Euro teuren PlayStation-5-Controller "DualSense Edge", der am 26. Januar erscheint (W&V berichtete), wendet sich Sony an Spiele-Profis. Bei ihrem nächsten Projekt denken die Japaner dagegen an Nutzer mit motorischen Einschränkungen. Der kreisrunde PS5-Controller "Project Leonardo", dessen Tasten und Sticks sich je nach körperlichen Voraussetzungen völlig frei platzieren und einrichten lassen, soll es praktisch jedem Nutzer ermöglichen, seine perfekte Position zu finden. Bisher ist "Leonardo" nur ein Prototyp. Aber die Chancen für eine Realisierung stehen gut. Außerdem haben Sony und Honda auf der CES ihre neue gemeinsame Elektroauto-Marke "Afeela" vorgestellt, die 2026 startet. Das Auto soll mit 45 Kameras und Sensoren fast komplett von selbst fahren. Wer nicht steuern muss, kann dann mit der PlayStation 5 spielen, die im Cockpit eingebaut ist.

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9 – Smarte Augenbrauen und Lippenstift

Intelligente Schönheit ist für den Kosmetikkonzern L’Oréal schon länger ein Thema. Auf der CES haben die Franzosen einen Augenbrauen-Drucker mit Augmented Reality ("Erweiterte Realität") und einen Lippenstift für Nutzerinnen mit motorischen Einschränkungen präsentiert. Beim "Brow Magic" geht es zunächst darum, sich per App das gewünschte Design mit Form und Breite für die Augenbrauen auszusuchen. Eine Art Drucker bringt den Look dann mit 2.400 kleinen Nadeln ins Gesicht. Im Gegensatz zum Tattoo lässt sich das Ergebnis aber wieder abwischen. Der Lippenstift Hapta trägt die Farbe mit einem ausfahrbaren Arm auf.

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10 – Gute Luft mit Ikea

Ikea baut sein Angebot fürs Smart Home aus. Den Luftreiniger Starkvind gibt es schon seit Längerem für 79 Euro – oder für 199 Euro unauffällig in einen Tisch eingebaut. Er holt Staub und Pollen, aber auch Formaldehyd, Rauch und unangenehme Gerüche aus der Luft. Passend dazu verkaufen die Schweden ab April für 40 Euro die zweite Generation ihres Raumluftsensors Vindstyrka. Er zeigt die Luftqualität mit Luftfeuchtigkeit, Temperatur oder Partikelgehalt an und lässt sich drahtlos mit dem Starkvind vernetzen. Bei dicker Luft arbeitet der Luftreiniger dann umso intensiver.

Das sind die Themen von TechTäglich am 9. Januar 2023:


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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