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Fernseher 2022: Die Besten zum Fest

Die 19 besten Fernseher, die man zu Weihnachten kaufen kann, kommen aus Korea, Korea und Korea. So steht es zumindest in der Bestenliste von Warentest, die von LG und Samsung dominiert wird. W&V hat die wichtigsten Tipps.

Text: W&V Redaktion

16. November 2022

Gutes Bild gehört bei aktuellen Fernsehern zum guten Ton.
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Fernseher 2022: Die Besten zum Fest

Besser, smarter, teurer! Das sind die Technik-Trends 2022. Vor allem durch den schwachen Euro haben die Preise teilweise deutlich zugelegt – wie bei Apple, wo die neuen iPhones bis zu 200 Euro teurer wurden. Schnäppchen zu Weihnachten gibt es aber nach wie vor, zum Beispiel bei Fernsehern. W&V hat die Tipps.

Darauf kommt es beim TV-Kauf an
  • Bildformat: Wenigstens hier fällt die Auswahl leicht. Denn mit 4K, das auch als UHD verkauft wird, gibt es ein dominierendes Format. Im ersten Halbjahr 2022 waren in Deutschland 75 Prozent aller neuen Fernseher 4K-Geräte, Tendenz steigend. Die Hersteller bauen ihre aktuelle Technik praktisch nur noch in solche Fernseher ein, die das Bild mit 3.840 x 2.160 Pixeln viermal feiner auflösen als das althergebrachte Full HD. Auch wenn die TV-Sender meist immer noch in HD senden, sorgt 4K bei Netflix & Co., beim Sport auf Sky oder auf der PlayStation 5 für brillante Bilder. Der Mehrpreis für 8K lohnt sich dagegen nicht. Denn im Vergleich zu 4K erkennt das Auge kaum mehr einen Unterschied.

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  • HDR: 99 Prozent aller neuen Fernseher beherrschen mit HDR ("High Dynamic Range") ein Verfahren, das für höhere Kontraste, kräftigere Farben und damit für lebensechtere Bilder sorgt. Wer darauf Wert legt, sollte darauf achten, dass der Wunsch-Fernseher "dynamisches HDR" beherrscht. Die Standards heißen HDR10+ und Dolby Vision. Bei ihnen wird der Kontrast bei jedem einzelnen Bild neu berechnet. Das sorgt für eine nochmals bessere Darstellung und lohnt sich vor allem für Nutzer, die gerne spielen oder Filme und Serien streamen. Bei OLED-TVs fällt dadurch die niedrigere Spitzenhelligkeit weniger ins Gewicht.

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  • Ausstattung: Für konventionelle LCD-Fernseher empfehlen Experten eine maximale Helligkeit von mindestens 1.000 Nits, bei OLED von 540 Nits. Sonst kann das Bild in hellen Räumen schlecht zu erkennen sein. Wer keinen externen Receiver benutzen will, sollte darauf achten, dass möglichst viele Empfangsarten (Sat, Kabel, DVB-T2-Antenne) direkt im Fernseher integriert sind – und zwar so, dass man gleichzeitig ein Programm anschauen und ein zweites aufnehmen kann. Dazu sollte sich per USB eine günstige Festplatte anstecken lassen. Wer Geräte wie Spielkonsolen oder Bluray-Player anschließen will, liegt mit dem aktuellen Standard HDMI 2.1 richtig, der bessere Bildqualität ermöglicht und Daten bis zu dreimal schneller überträgt. Internet für Mediatheken und Streaming ist ohnehin Standard, 96 Prozent aller neuen TV-Geräte sind "smart".
  • Bildschirm:  Mächtige "SUV-Fernseher" bleiben im Trend. 55 Prozent der aktuell bei uns verkauften Geräte messen mindestens 50 Zoll. Das erfordert viel Platz im Wohnzimmer – wobei bei 4K-Fernsehern wegen ihrer feineren Bildpunkte schon der eineinhalbfache Wert der Bildschirmgröße als Abstand genügt, um kein Kopfweh zu bekommen. Bei 55 Zoll (1,40 Meter) wären das 2,10 Meter. Wichtig: Selbst bei Effizienzklasse A steigt mit der Größe des Fernsehers auch der Stromverbrauch teilweise deutlich. OLED bleibt die Technik mit dem tiefsten Schwarz und den brillantesten Farben – Platz 1 bis 10 bei Warentest für OLED-Fernseher von LG beweisen es. Doch die Preise sind hoch. Den günstigsten LG-OLED, den 55A29LA mit 55 Zoll, gibt es um die 1.000 Euro.

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  • Modelle: Hier hat Warentest gute Nachrichten: "Top-Bild und Ton gehen auch günstig. Für deutlich unter 1.000 Euro gibt es gute Fernseher." Tatsächlich besteht kaum ein Grund, viel Geld für 2022er-Modelle wie den Testsieger LG OLED55C27LA (Note 1,6, 1.500 Euro) auszugeben. Die Fernseher von 2020 oder 2021 sind fast genauso gut, und deutlich billiger. Mit LG und Samsung können Käufer wenig verkehrt machen, die Koreaner belegen bei Warentest Platz 1 bis 19. Interessenten sollten sich nicht auf ein bestimmtes Modell mit undurchschaubaren Bezeichnungen wie "Samsung GQ65Q60AAU" festlegen. Es macht mehr Sinn, sich für Marke, Größe und Wunsch-Ausstattung zu entscheiden, und dann nach passenden Geräten zu suchen. LG-Fernseher ohne OLED jeweils mit Testnote 2,4 gibt es als 43UP77009LB (43 Zoll), 50UP75009LF (50 Zoll) und 55UP75009LF (55 Zoll) schon zwischen 400 und 450 Euro. Der Samsung GU55AU8079U für 600 Euro ist 55 Zoll groß und schafft ebenfalls Note 2,4.

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  • Zubehör: Weil der Ton von Flachbild-TVs meist eher dünn ist, lohnen sich Soundbars, die für wuchtigeren Klang und bessere Verständlichkeit sorgen. Preistipp ist der JBL Bar 5.0 Multibeam (Note 2,2) für 290 Euro. Wer noch einen "unsmarten" Fernseher hat und streamen will, bekommt den Amazon Fire TV ab 30 Euro und den Google Chromecast ab 40 Euro. Das neue Apple TV 4K ab 169 Euro streamt ähnlich, bietet aber für Spiele-Apps und als Smart-Home-Zentrale deutlich mehr. Eine clevere Lösung ist der tragbare Sprachverstärker Oskar (249 Euro), der dafür sorgt, dass Tatort & Co. endlich wieder besser zu verstehen sind.

Das sind die Themen von TechTäglich am 16. November 2022:


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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