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Formel 1: Werbe-Revolution mit Display am Auto

Seit über einem halben Jahrhundert besteht Formel-1-Werbung aus Aufklebern, die auf die Autos gepappt werden. Nun feiert bei McLaren ein Display Premiere, das ganz neue Sponsoring-Möglichkeiten bringt.

Text: W&V Redaktion

21. Oktober 2022

Formel-1-Sponsoring: Die Android-Werbung ist ein Display.
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Formel 1: Werbe-Revolution mit Display am Auto

Sponsoren-Aufkleber gehören seit Ende der 60er-Jahre in der Formel 1 zu den wichtigsten Einnahmequellen der Teams. Lotus-Gründer Colin Chapman hat damals zusammen mit der Zigarettenmarke Gold Leaf die Tabakwerbung im Motorsport erfunden. Mehr als ein halbes Jahrhundert später kommt nun eine Art Werbe-Revolution in der Formel 1 an: McLaren setzt an seinen Autos heute beim Training zum US-Grand-Prix in Austin/Texas erstmals kleine Werbe-Displays ein. Die E-Paper-Bildschirme seitlich der Cockpits funktionieren ähnlich wie Amazons E-Book-Reader Kindle und sind auch bei hellstem Sonnenschein noch perfekt ablesbar. Werbepartner zur Premiere ist Google mit seiner Android-Software. Bisher sind die Anzeigen monochrom, doch farbige und größere Displays sollen folgen.

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Jede Runde eine andere Werbung

Wie The Race berichtet, spricht der englische Rennstall von einem "Gamechanger" in der Formel-1-Werbung – oder sogar generell im Sport. Mit dem System, das in dieser Größe nur rund 200 Gramm wiegt, könnten die Teams die Werbung während des Rennwochenendes oder auch während eines Rennens verändern – und sogar jede Runde für ein anderes Produkt werben. Das würde Sponsoring auch für kleinere Geldgeber interessant machen. Die Technik stammt von der englischen Firma Seamless Digital, mit der McLaren einen mehrjährigen Vertrag abgeschlossen hat. Louise McEwan, Marketingchefin des Teams: "Die Möglichkeit, unsere Fahrzeuge mit verschiedenen Marken zu bestücken, ist ein Novum in diesem Bereich. Wir freuen uns auf die Auswirkungen, die dies auf die gesamte Branche hat." Es gibt auch schon eine Version des Displays für die Helme der Fahrer.

Das sind die Themen von TechTäglich am 21. Oktober 2022:


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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