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TechTäglich
Leica: Luxus-Kamerahandy – aber nicht für Deutschland

Das größte Handicap für Smartphone-Kameras ist der wenige Platz in den Geräten. Deshalb sind die Fotosensoren klein und fangen relativ wenig Licht ein. Leica packt aber jetzt einen ausgewachsenen Kamerasensor in ein Handy.

Text: W&V Redaktion

15. November 2022

Das Leica-Handy – nur echt mit dem roten Punkt.
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Leica: Luxus-Kamerahandy – aber nicht für Deutschland

Bei Foto-Fans sorgt der legendäre rote Punkt als Erkennungszeichen des hessischen Luxusherstellers Leica für leuchtende Augen. Nachdem die Spezialisten aus Wetzlar schon mehrfach Optiken für Handyhersteller geliefert hatten, erscheint nun das zweite eigene Leica-Smartphone mit aufwändigster Kamera-Technik, die auch bei schlechtem Licht für brillante Bilder und Videos sorgen dürfte. Denn das Leitz Phone 2 ist eher eine Kamera mit angeschlossenem Handy als ein Smartphone mit Foto-Funktion. Im Inneren steckt ähnlich wie zuletzt beim Xiaomi 12S Ultra ein 1-Zoll-Fotosensor, wie er beispielsweise in Sonys Edel-Kompaktkamera RX100 zum Einsatz kommt.

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Umgebautes Sharp-Handy, nur für Japan

Dort liefert er Bilder und Videos beinahe auf Spiegelreflex-Niveau. Der 1-Zoll-Sensor, der das Licht erfasst und verarbeitet, ist rund 70 Prozent größer als aktuell selbst in den besten Smartphones üblich – und fängt entsprechend mehr Licht ein. Ein optischer Zoom fehlt dem Rot-Punkt-Handy leider. Aber das sollen drei digitale Brennweiten kompensieren, die sich in ihrer Bildgestaltung an den Leica-Objektiven Summilux 28, Summilux 3 und Noctilux orientieren. Bei der restlichen Smartphone-Technik halten sich die Hessen eng ans Sharp Aquos R7, das für die eigenen Zwecke adaptiert wurde. Foto-Fans in Deutschland müssen darben oder einen Importhändler aufsuchen. Denn das 6,6 Zoll große Leitz Phone 2 ist ab dieser Woche nur in Japan zu haben, für umgerechnet rund 1.560 Euro.

Das sind die Themen von TechTäglich am 15. November 2022:


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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