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Neue Einnahmequelle entdeckt
Peloton bringt Trainings mit Werbung

Peloton muss dringend mehr Geld verdienen. Eine Möglichkeit zur Finanzierung ist bisher unangetastet: Werbung. Doch nun gibt es am Ende von Workouts erstmals einen Werbelink für die Kleidung der Trainer.

Text: W&V Redaktion

16. November 2022

Peloton kommt erstmals mit Werbeeinblendungen.
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Peloton muss tüchtig strampeln, um seinen Dienst weiter zu finanzieren – und um nicht noch tiefer in die roten Zahlen zu rutschen. Dabei könnte eine neue Einnahmequelle helfen, die der Fitnessspezialist aus New York bisher noch gar nicht angetastet hat: Werbung in seinen Trainings! Ab sofort sehen Mitglieder am Ende aufgezeichneter On-demand-Kurse in der linken Spalte des Workout-Bildschirms die neue Funktion "Shop the Class", mit der sie die Klamotten kaufen können, die ihre Trainerin oder ihr Trainer gerade im Video getragen hat.

Für Peloton dürfte dabei eine nette Provision herausspringen. Autor Seth Weintraub vom Fitnessportal "Connect The Watts" ist die Neuerung zuerst aufgefallen, die Peloton nun auch offiziell bestätigt hat.

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"Die Möglichkeiten für Werbung sind praktisch unbegrenzt"

Vom US-Unternehmen heißt es: "Peloton freut sich, unsere neue Shop-the-Class-Funktion für Bike- und Bike+-Mitglieder zu testen, um zu erfahren, wie beliebt diese Art von Produkten in unserer Community ist. Shop the Class macht es für die Mitglieder einfacher, die Looks unseres Trainerteams nachzuahmen." Wer die Einblendung auf dem Peloton-Display antippt, erhält automatisch eine E-Mail mit den Shopping-Infos. Weil Peloton für die Abbuchung der Abo-Gebühren ohnehin schon die Kontoverbindung seiner Mitglieder kennt, sieht Autor Weintraub hier ein vielversprechendes neues Geschäftsfeld, beispielsweise für Peloton-Zubehör.

Denn: "Millionen von wohlhabenden Menschen verbringen 30 bis 90 Minuten täglich vor einem Peloton-Bildschirm. Die Möglichkeiten für Werbung sind praktisch unbegrenzt."


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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