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TechTäglich
Von Musk gesperrt: Tweetbot-App jetzt für Mastodon

Tschüss, Twitter – Hallo, Mastodon! Nachdem Elon Musks Twitter Third-Party-Apps über Nacht gesperrt hat, starten deren Anbieter in die Zukunft. Tweetbot-Entwickler Tapbots hat seine Mastodon-App Ivory jetzt am Start.

Text: W&V Redaktion

25. Januar 2023

Kein Ebony, aber Ivory: Die Mastodon-App von Tapbots ist da.
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Von Musk gesperrt: Tweetbot-App jetzt für Mastodon

Vor knapp zwei Wochen hat Elon Musks Twitter den Anbietern von Third-Party-Apps einen denkwürdigen Freitag, den 13. beschert – und die bei vielen Nutzern beliebten Programme wie Tweetbot oder Twitterrific ohne Ankündigung von der Plattform verbannt (W&V berichtete). Wer jetzt Twitter nutzen will, kann das nur noch auf der offiziellen Website oder mit der offiziellen App tun – jede Menge Werbung und ungefragte Empfehlungen inklusive. Tweetbot-Betreiber Tapbots, der aus zwei texanischen Entwicklern besteht, ist aber bereits zuvor in die Zukunft aufgebrochen. Das Duo hatte schon länger an seiner Mastodon-App Ivory ("Elfenbein") gearbeitet, die jetzt in einer ersten Version für iPhone und iPad erschienen ist. Ivory für den Mac soll folgen.

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Eine Woche kostenlos testen

"Sag Hallo zu Ivory! Unser Mastodon-Client für iOS ist im App Store erhältlich! Wenn du Tweetbot mochtest, wirst du Ivory lieben und dich sofort zu Hause fühlen. Lade es herunter, teste es sieben Tage lang kostenlos und erlebe es selbst", heißt es in der Ankündigung von Tapbots. Der erste Eindruck im W&V-Check ist tatsächlich überaus positiv. Die komfortable Bedienung und viele Elemente, die Tweetbot so beliebt gemacht haben, sind auch in Ivory zu finden.

Preise sind deutlich höher

Das Duo hat bereits einen Fahrplan mit Funktionen verkündet, die der Mastodon-Client künftig erhalten soll – darunter auch die Option, Posts nachträglich zu editieren, was Twitter bis heute nur einigen, wenigen Abonnenten ermöglicht. Ivory-Jahresabos sind mit 17,99 Euro bzw. 29,99 Euro (Premium) deutlich teurer als zuletzt bei Tweetbot – was aber nichts daran ändert, dass die Entwickler auf der viel kleineren Mastodon-Plattform wesentlich weniger Geld verdienen dürften als in den letzten Jahren mit Twitter.

Das sind die Themen von TechTäglich am 25. Januar 2023:


Autor: Jörg Heinrich

Jörg Heinrich ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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