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TechTäglich
YouTube: 6 Milliarden Dollar für die Musikindustrie

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit YouTubes Hilfe für die Musik-Industrie und den neuen Kindle-Modellen im Check.

Text: W&V Redaktion

15. September 2022

Google, Betreiber von YouTube Music, zeigt sich gegenüber der Musik-Industrie großzügig.
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Künstlerinnen und Künstler sind nicht glücklich mit den häufig mickrigen Lizenzgebühren, die die Streamingdienste ausschütten – W&V berichtete. Eines der Angebote, YouTube Music, zeigt nun, dass man bereit ist, die Probleme zu lösen.

Bereits 2021 hatte die Google-Tochter YouTube versprochen, vier Milliarden US-Dollar an die Musikbranche weiterzureichen. Mittlerweile liegt die Summe weltweit sogar bei sechs Milliarden US-Dollar. Damit sind laut YouTube "bereits das zweite Jahr in Folge über 30 Prozent der Auszahlungen an Songwriter, Songwriterinnen bzw. Rechteinhaber und Rechteinhaberinnen auf von Nutzern und Nutzerinnen erstellte Inhalte, sogenannten user generated content, zurückzuführen.

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YouTube will alle gängigen Formate – von Kurzvideos über normal lange Videos bis hin zu Songs und Live-Inhalten – auf Dauer monetarisieren. Dies gelte für alle Plattformen: Computer, Tablet, Smartphone und Fernseher und in über 100 Ländern.

Lyor Cohen, Global Head of Music bei YouTube, erläutert die Hilfsmaßnahmen für die Musikindustrie: "Ich könnte nicht stolzer sein auf den Fortschritt von YouTube, mehr Umsatz zur Musikindustrie zurückzuleiten. Wir konzentrieren uns nach wie vor darauf, der größte Umsatzbringer der Branche zu werden und gleichzeitig ein vernetztes Musikerlebnis über alle Musikformate hinweg für Fans und Künstler und Künstlerinnen zu schaffen. Dabei geht es vor allem darum, das Dabeisein in der Community zu ermöglichen sowie um das Entdecken und Konsumieren von Musik."

Die Musikindustrie begrüßt die YouTube-Initiative für fairere Bezahlung. Michael Nash, Executive Vice President of Digital Strategy bei der Universal Music Group, lobt den Plan: "YouTube ist nach wie vor ein unfassbar guter Ort für die Entdeckung von Musik und bietet den Fans unserer Künstler und Künstlerinnen eine Reise mit allen Funktionen über Inhaltsformate hinweg. UMG ist stolz auf die Partnerschaft, die wir gemeinsam aufgebaut haben und die zu einem exponentiellen Anstieg der Auszahlungen an Künstler, Künstlerinnen, Songwriter, Songwriterinnen, Labels und das gesamte Musik-Ökosystem geführt hat."

Hier noch eine originelle Kostprobe von YouTube (Music). Die kultigen Peanuts spielen den Song "Bodhisattva" der legendären Band Steely Dan:

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Das sind die Themen in TechTäglich am 15.9.2022:

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Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.

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