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Durchstarten im Jahrzehnt des Designs

Auch schon die zurückliegenden Jahrzehnte können zurecht als bedeutende Jahre im Bereich des Designs bezeichnet werden. 2020 jedoch verkündete Figma-Investor Peter Levine, dass die Bedeutung des Designs im nächsten Jahrzehnt sogar noch weiter zunehmen werde. 

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22. Juni 2022

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Auch schon die zurückliegenden Jahrzehnte können zurecht als bedeutende Jahre im Bereich des Designs bezeichnet werden. 2020 jedoch verkündete Figma-Investor Peter Levine, dass die Bedeutung des Designs im nächsten Jahrzehnt sogar noch weiter zunehmen werde. Seine Prognose zu Beginn des „Jahrzehnt des Designs“ lautete: „Produktdesign und Designkompetenz werden für Produkte und Unternehmen von existenzieller Bedeutung sein“.

Es ist kaum zu glauben, dass ein Viertel dieses Jahrzehnts bereits hinter uns liegt. Was also macht die 2020er-Jahre so besonders? Nun, einiges.

Dieses Jahrzehnt unterscheidet sich von den 2010er-Jahren durch:

- die Vielzahl an digitalen Interaktionen zwischen Unternehmen und ihrer Kundschaft bzw.    ihrer Belegschaft,
- den Einfluss, den diese Interaktionen auf den Erfolg von Individuen und Unternehmen    haben,
- vereinfachte Iteration, optimiert durch Abo-Geschäftsmodelle (man denke an Disney+) und    Software-Updateprozesse,
- hybrides Arbeiten, das dank der durch modernes Design gestützten Zusammenarbeit erst    sein volles Potenzial entfalten kann, und
- die allgemeine Übereinkunft, dass Design ein Mitbestimmungsrecht verdient.

Die im Laufe des Jahrzehnts erzielten Fortschritte werden in drei Bereichen deutlich:

1. die Anzahl von Designer*innen,
2. Design-Kompetenz und Einsatz neuer Design-Methoden sowie
3. Wirkung von Design.

Zunehmende Anzahl an Designer*innen
Die Anzahl von Designer*innen, die im Bereich digitaler Interaktionen arbeiten, hat zugenommen. Stark zugenommen. Von LinkedIn im Laufe der letzten zwei Jahre Daten veröffentlichte Daten belegen, dass Job-Angebote im Zusammenhang mit Design und UX-Forschung in Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und Indien mit am stärksten wachsen. In Australien ist die Anzahl der im Bereich UX angestellten Personen zwischen 2019 und 2020 um 20 % gestiegen.

Es gibt noch weitere Hinweise auf eine wachsende Bedeutung von Design. Viele Unternehmen gaben 2020 ein Verhältnis zwischen in den Bereichen Design und Entwicklung tätigen Personen von 1:10 an – 2017 lag diese Quote noch bei 1:20.

Zuletzt lässt sich das bestehende Interesse an Design auch über Weiter- und Ausbildungsgänge gut abschätzen. Im Workplace Learning Trends Report von Udemy werden Design und UX 2022 unter den wichtigsten Fähigkeiten aufgeführt; Google und Salesforce haben beide in den letzten Jahren Zertifizierungsprogramme eingeführt. Auch die UX-Ausbildungsprogramme von Unternehmen wie Asana, Pinterest und Amazon wollen wir nicht unerwähnt lassen, die dazu beitragen sollen, Talente zu finden und einzustellen.

Eine größere Anzahl an Personen ist im Bereich Design beteiligt und nutzt Design-Methoden.
Mehr Menschen als je zuvor sind nun im Bereich Design tätig. Nach Levines Ansicht ist es in diesem Jahrzehnt aber auch für Personen, die in anderen Bereichen arbeiten, enorm wichtig, „problemlos über Design kommunizieren zu können“. Die Anzahl der Designer*innen ist in jedem Unternehmen überschaubar. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Figma-Kundschaft der Ansicht, dass Design eine deutlich größere Wirkung entfalten kann, wenn eine größere Anzahl an Personen die Prozesse versteht und Input und Rückmeldung geben kann.

Vieles weist auf eine zunehmend flüssigere Kommunikation über Design hin: Nur ein Drittel der Personen, die Figma nutzen, sind Designer*innen. Die anderen zwei Drittel arbeiten in der Entwicklung, im Produktmanagement, im Marketing oder sind anderweitig aktiv am Design-Prozess beteiligt. Wir hören von fast drei Vierteln der Entwickler*innen, dass sie nun selbst Feedback zu Design geben und mehr als ein Drittel hilft bei der Entwicklung frühzeitiger Design-Ideen mit.

Wir sehen auch mehr Mitarbeit am Design-Prozess: Figma-Dateien werden doppelt so schnell mit anderen geteilt als zuvor. Inzwischen findet die erste Ansicht durchschnittlich zehn Tage nach Erstellung der Datei durch eine*n Mitarbeitende*n statt – 2019 waren es noch 19 Tage.

Auch die UX-Forschung weist oft auf eine Beteiligung am Design-Prozess hin. Der englische Suchbegriff "UX research" ist heute doppelt so beliebt wie 2017. Das Unternehmen UserTesting unterfütterte seinen Börsengang mit der Aussage: „Unsere Plattform ist leicht bedienbar und dadurch für Geschäftskund*innen aus vielerlei Bereichen nutzbar, über herkömmliche Markt- oder UX-Forscher*innen und Personen mit anderweitiger Expertise hinaus.“

Werfen wir einen weiteren Blick auf bestehende Ausbildungsmöglichkeiten. Die Carnegie Mellon's School of Computer Science bietet nun ein Bachelor-Hauptfach in Mensch-Maschine-Interaktion und das Computer Science-Institut der Stanford-Universität einen Schwerpunkt auf Mensch-Maschine-Interaktion an. Viele Hochschulen haben Design in den Lehrplan fachfremder Studiengänge mit aufgenommen. Udemy führte Design Thinking 2020 als eine der wichtigsten Fähigkeiten für IT-ler auf.

Weitere Auswirkungen von Design
Design wirkt sich heute nicht nur auf eine größere Anzahl an Unternehmen und Gesellschaftsbereiche aus, sondern bringt auch umfassendere Veränderungen mit sich. Es bestimmt mit darüber, wie Produkte entwickelt werden und welchen Bezug Kund*innen zu Marken haben. Eine Möglichkeit zur Auswertung ist die Formulierung von Gewinnmitteilungen. Wir haben die aktuellsten Gewinnmitteilungen der größten deutschen Unternehmen untersucht und 7 von 10 verwendeten das Wort „experience“, also Erfahrung, Erlebnis oder Benutzerfreundlichkeit, um ihre Interaktionen mit ihrer Kundschaft zu beschreiben.

„Im März beschloss die Ooredoo Group, eine Partnerschaft mit SAP einzugehen, um die Geschäftstätigkeiten zu optimieren und ihre End-to-End-Prozesse zu digitalisieren. Damit sollte das Erlebnis von Nutzern, Lieferanten und Mitarbeitenden verbessert werden.“ – SAP, Gewinnmitteilung Q1 2022.

Ein weiterer Gradmesser für den Einfluss von Design ist seine Stellung in der Unternehmenshierarchie. Verschiedenste weltweit tätige Unternehmen wie JPMorgan Chase, Nike, PepsiCo, Salesforce und YouTube (Teil von Google) haben nun Chief Design Officer.

In Deutschland gibt es andere Jobbezeichnungen wie „Chief Experience Officer“ bei Volkswagen und Deutsche Bank, einen VP of Design & User Experience bei RTL Deutschland und einen VP of User Experience Design bei Joyn.

Einige Designer*innen arbeiten auf Vorstandsebene und wir sehen, dass Führungskräfte im Bereich Design in ihren LinkedIn-Profilen immer häufiger Interesse an Vorstandsposten zeigen. Allein die Tatsache, dass Designer*innen nun in der Führungsebene angekommen sind, garantiert noch nicht automatisch eine große Wirkung, doch zeigt es durchaus die gestiegene Wertschätzung der Disziplin in den Unternehmen.

Dank dieses gestiegenen Einflusses gelingt es vielen Design-Teams, Themen wie Barrierefreiheit und Inklusion stärker zu positionieren. Dennoch ergibt die 1M Homepage-Analyse von WebAIM, dass sich die Barrierefreiheit mit der Zeit nur geringfügig verbessert hat.

Es gibt also noch einiges zu tun. Trotz gestiegener Bedeutung hat Design noch nicht in allen Bereichen die gewünschte Wirkung erzielt. In manchen Fällen werden Design-Methoden sogar verwendet, um Menschen auszunutzen oder dazu zu bringen, Dinge zu tun, die sie nicht beabsichtigt hatten. Durch die zunehmende Relevanz von Design findet das Thema inzwischen auch Eingang in den breiteren gesellschaftlichen Diskurs. Die Netflix-Doku „The Social Dilemma“ beschäftigt sich Beispiel damit, welche (negativen) Auswirkungen Social Media-Design haben kann, und wurde Schätzungen zufolge von bereits 100 Millionen Menschen gesehen. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama sagte im April, dass „das Design solcher Plattformen darauf ausgerichtet zu sein scheint, uns in die falsche Richtung zu leiten.“

Nächste Schritte und wichtige Nachbesserungen
Hängen Produkte und Unternehmen existenziell von ihrem Produktdesign und ihrer Designkompetenz ab? Betrachtet man das Verhalten von Unternehmen, scheint die Antwort ein deutliches „Ja“ zu sein. Der Beweis sind die steigende Anzahl an Designer*innen, mehr unternehmensweite Mitwirkung im Designprozess und eine vermehrte Diskussion über den Einfluss von Design.

Vier Überlegungen im Hinblick auf die Zukunft:

Design hat eine dauerhafte und einzigartige Superkraft: die Fähigkeit, andere erfolgreicher zu machen. Design-Methoden wie Prototypenentwicklung, Iteration und Forschung bringen Probleme meist erfolgreich ans Licht und führen Unternehmen auf effektivere Weise zu besseren Lösungen – egal mit welchem Mittel. Eine von Figma in Auftrag gegebene Studie von Forrester Consulting stellte beispielsweise Effektivitätssteigerungen fest, wenn Software dazu eingesetzt wurde, Stakeholder frühzeitig in Designprozesse mit einzubeziehen. Dies scheint besonders auf Entwickler*innen zuzutreffen: nach Schätzung von Forrester konnten diese um 30 % produktiver arbeiten, wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt mit einbezogen wurden. Aber auch Führungskräfte profitieren, da es zu weniger späten Änderungen kommt. Ziemlich praktisch, so eine Superkraft, vor allem in einer Zeit, da Entwicklungen wie das Web3 und das Metaversum monumentale Veränderungen für unser aller Leben bringen könnten, beruflich wie privat.

Wenn Unternehmen nicht die erwarteten Vorteile sehen, wird dafür mit hoher Wahrscheinlichkeit die Design-Führunsgsebene zur Verantwortung gezogen, nicht einzelne Designer*innen. Möglicherweise kam Design in seiner neuen Rolle auch tatsächlich auch ein Hype zugute – Design als ein Kleeblatt, mit dem sich das Management schmückte. Es gibt Hinweise darauf. Können Design-Führungskräfte nicht bald Fortschritte vorweisen, laufen sie Gefahr, an Einfluss zu verlieren. Erfolgreiche Jahrzehnte bei Unternehmen wie Apple und Disney zeigen jedoch, dass wichtige Designprinzipien vermutlich Bestand haben werden, Aspekte wie die Betonung der Bedürfnisse der Nutzer*innen und Iteration als ein Ansatz zur Lösungsfindung. Es ist unwahrscheinlich, dass Unternehmen plötzlich der Meinung sein sollten, solche Optimierungsfähigkeiten nicht mehr zu brauchen.

Die KI wird sich darauf auswirken, wie Design umgesetzt wird, aber das wird länger dauern als viele annehmen. Designer*innen sind mehr als ausgelastet. Selbst wenn die Anzahl sich wiederholender Aufgaben durch KI verringert oder durch generatives Design Möglichkeiten für menschliche Kuratierung geschaffen werden sollten – der entscheidende Beitrag vonseiten der Designer*innen wird wohl anders aussehen. So haben sich viele darauf spezialisiert, geschäftliche und organisatorische Herausforderungen zu ermitteln und zu lösen. Wie viele andere neue Technologien werden auch diese Veränderungen wahrscheinlich nicht alle zur gleichen Zeit, sondern schrittweise und ungleichmäßig eingeführt werden.

Der regulatorische Druck auf „bösartiges“ Design, das mit Zwang und Täuschung arbeitet, wird zunehmen. Auch wenn es vielleicht nie eine echte gesetzliche Regelung geben wird, so ist es durchaus wahrscheinlich, dass bestimmte Arten von Design, wie z. B. Fake-Countdowns oder erfundener Social Proof, zukünftig von den Behörden kritischer bewertet werden.

Bist du daran interessiert zu sehen, wohin uns dieses Jahrzehnt führt? Finde heraus, wie Unternehmen wie deines der Neugestaltung eine neue Gestalt geben.

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