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Accenture Interactive
Accenture verzichtet künftig auf Media-Auditing

Wegen möglicher Interessenkonflikte verzichtet die Beratung künftig darauf, ihre Dienste als Media-Auditor anzubieten. Will Accenture Interactive etwa noch mehr Mediaagentur-Aufgaben übernehmen?

Text: W&V Redaktion

4. Februar 2020

Nina Haller leitet seit einem Jahr den Programmatic-Bereich von Accenture Interactive.
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Mediaagenturen hatten sich zuletzt immer wieder daran gestört, dass Accenture einerseits als Media-Auditor auftritt, gleichzeitig aber mit seiner Agentur Accenture Interactive selbst Medialeistungen anbietet. 

Nun hat Accenture überraschend beschlossen, den Geschäftsbereich, der bislang Media Auditing anbot, bis Ende August "abzubauen". Dies bestätigt der Dienstleister auf Anfrage von W&V.

Das könnte einerseits eine Reaktion sein auf die zunehmende Kritik. Im Umkehrschluss könnte es aber auch bedeuten, dass Accenture Interactive künftig noch mehr eigene Media-Dienstleistungen anbieten will. Bislang spielt dieser Bereich bei Accenture nämlich nur eine untergeordnete Rolle.

Als Accenture vor anderthalb Jahren ins Programmatic Buying einstieg, läuteten bei vielen Mediaagenturen bereits die Alarmglocken. Und nicht nur bei ihnen: Auch Dietmar Kruse, der globale Chef des Media-Auditors Ebiquity Media Services, sah "eine rote Linie überschritten."

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