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Merger
Agenturmatching und Sortlist vereint

Die Plattformen Agenturmatching und Sortlist gehen zusammen. Damit entsteht die europaweit größte Online-Vermittlung für Kommunikations- und Marketingagenturen. Beide Marken bleiben bestehen.

Text: W&V Redaktion

22. April 2020

Merger via Home-Office: Konferenzfoto mit den Gründern der beiden Firmen.
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Konsolidierung auf dem Markt für Matchingplattformen: Das Münchener Startup Agenturmatching und Sortlist, ein Wettbewerber aus Belgien, machen nun gemeinsame Sache. Mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen entsteht die europaweit größte Online-Vermittlung im Werbe- und Marketingbereich. Sie vermitteln nach eigenen Angaben monatlich Projekte im Wert von 34 Millionen Euro an Kommunikationsfirmen. Der zahlende Kundenstamm der Gruppe wächst damit auf über 1000 Agenturen an. Hinzu kommen knapp 80000 Agenturen, die die kostenlosen Services der Plattformen nutzen.

Agenturmatching wurde 2015 von Sophie Schade und Axel Roitzsch gegründet. Das Unternehmen schreibt schwarze Zahlen und hat auf seiner Datenbank mehr als 300 Agenturen vereint. Dabei arbeitet die Plattform mit diversen Marktpartnern zusammen, darunter dem Branchenverband GWA. Dennoch stellte sich für die Gründer die Frage, ob man sich auf einen Zweikampf mit Sortlist einlassen solle oder nicht. Denn die Belgier drängten massiv auf den deutschen Markt.

Zwei Profile für ganz Europa

Begonnen hatten die Verhandlungen im Frühjahr 2019, so richtig ernst wurde es dann im Oktober. Der Endspurt des Mergers, bei dem alle Investoren der Münchener ausbezahlt wurden, erfolgte remote - mit Konferenzschaltungen aus dem Home Office. Für die Agenturen bedeutet dies: Sie sind künftig ohne Mehrkosten und Mehraufwand über zwei Profile zu finden, einmal auf Sortlist und wie bisher auf Agenturmatching, die als Marke und technische Plattform bestehen bleibt. Gleichzeitig werden sie auch über Sortlist gefunden und haben damit Zugang zu Auftraggeberen aus dem gesamten europäischen Bereich. Sie profitieren daher auch von der Leistungsfähigkeit der Sortlist-Technik, sagt Axel Roitzsch.

Was den Zusammenschluss erleichtert, sind die nahezu identischen Geschäftsmodelle. Allerdings gibt es einen, nicht unbeträchtlichen Unterschied, so Roitzsch. Während die Vermittlung über Sortlist ausnahmslos automatisiert stattfiindet, arbeitete Agenturmatching auch "händisch". Will heißen, die Betreiber führten stets auch individuelle Gespräche mit potenziellen Auftraggebern. Das will Agenturmatching grundsätzlich beibehalten. Allerdings erst ab Aufträgen ab einem gewissen Volumen.

Sortlist wurde 2014 gegründet und hat bis dato über vier Millionen Euro Funding aufgenommen. Die Gruppe unterhält unter anderem Büros in Brüssel, Paris, Madrid, Rotterdam und nun München. Die wichtigsten Fakten: 350000​ Webseitenbesucher monatlich, 80​ Teammitglieder in 6 Ländern und 30000 Matching-Projekte ​seit Gründung.


Autor: Peter Hammer

begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, für die W&V wie auch früher für den Kontakter. Als Ressortleiter wie Redaktionsleiter. Liebt gute Kreation, aber mehr noch interessante und innovative Geschäftsmodelle. Unabhängig von Kanal und Größe. Was ihn immer wieder überrascht: Wie viele spannende Menschen es in der Branche gibt.

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