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Top-Personalie
Alex Bogusky verlässt erneut CPB

Nachdem das einstige "Wunderkind" der US-Agenturszene erst vor knapp 18 Monaten zu der MDC-Agentur zurückgekehrt war, kündigte Alex Bogusky jetzt von Neuem seinen Abschied an.

Text: W&V Redaktion

20. Januar 2020

Alex Bogusky setzt für sich neue Prioritäten.
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Alex Bogusky, Mitgründer von CPB (vormals Crispin Porter + Bogusky), wird die Kreativagentur erneut verlassen. Sein Abschied erfolgt nicht mit sofortiger Wirkung, sondern erst in den nächsten Monaten, wie CPB-Partner und Chairman Chuck Porter gegenüber Advertising Age erklärt. Laut Porter möchte sich der 56-jährige Bogusky neue Prioritäten setzen und den Fokus künftig auf seine Familie richten.

Der amerikanische Star-Kreative war bei dem Dienstleister zum ersten Mal 2010 ausgeschieden. Damals hatte er angekündigt, sich verstärkt sozialen Projekten widmen zu wollen. Überraschend kehrte er aber im August 2018 zu CPB zurück und erhielt den speziell für ihn geprägten Titel des Chief Creative Engineer.

Mit seiner Rückkehr waren große Hoffnungen verbunden, denn Bogusky hatte einst wegweisende Kreationen für Kunden wie Mini oder Burger King entwickelt. Zudem befand sich CPB zu diesem Zeitpunkt in einer schwierigen Umbruchphase. So hatte die Agentur zuvor bereits ihr Gründungsbüro in Miami dichtgemacht. Zwei Monate nach Boguskys Rückkehr folgte auch das Aus für das Büro in Los Angeles.

Wie es heißt, habe der erneute Weggang Boguskys nichts mit dem Konsolidierungskurs der kriselnden Netzwerk-Mutter MDC Partners zu tun. In die hatte Anfang vergangenen Jahres der Madison-Avenue-Veteran Mark Penn mit seiner Marketing-Investmentgruppe The Stagwell Group 100 Millionen Dollar gesteckt, die damit zum größten Einzelaktionär mit einem Anteil von knapp unter 30 Prozent aufrückte.

MDC Partners sitzt auf einem riesigen Schuldenberg in Höhe von rund einer Milliarde Dollar und treibt deshalb die Restrukturierung weiter voran. Zu dem Netzwerk gehören neben CPB weitere namhafte Dienstleister wie 72and Sunny, Anomaly und Forsman & Bodenfors.


Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.

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