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Corona-Krise
Anheuser-Busch InBev legt weltweiten Media-Pitch auf Eis

Eigentlich sucht Anheuser-Busch InBev eine neue Media-Agentur für seine weltweite Kampagnenplanung. Doch der Ende vergangenen Jahres verkündete Pitch findet wegen Corona dieses Jahr nicht statt.

Text: Anonymous User

27. August 2020

Anheuser-Busch InBev bläst den geplanten Media-Pitch ab
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Eigentlich wollte die größte Brauereigruppe der Welt, Anheuser-Busch InBev in diesem Jahr seinen weltweiten Media-Etat neu ausschreiben und für den Zeitraum von 2021 an ein "optimales Agenturportfolio" zusammenstellen, das über "erstklassige Ressourcen sowie strategische und operative Kompetenzen" verfügt und darüber hinaus die "Martech-Integration sowie den kommerziellen Nutzen" der Werbeinvestitionen sicherstellen kann. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Weil Pitches aufgrund der Pandemie schwierig zu organisieren seien, wurden die Pläne gestoppt - und die aktuell aktiven Agenturen sollen ihre regionalen Etats weiter betreuen. "Wir schätzen die Zusammenarbeit mit unseren Agenturpartnern sehr und freuen uns auf die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit", lässt eine Unternehmenssprecherin gegenüber AdAge verlauten.

Aktuell betreut die Dentsu-Aegis-Tochter Vizeum die Media-Etats in den USA, Europa und Afrika, die Publicis-Tochter Starcom ist in Kolumbien und im APAC-Raum aktiv. Und die WPP-Tochter Mediacom plant in Mexiko sowie Mittel- und Südamerika. Der Sprecherin zufolge durchläuft das Unternehmen derzeit eine weltweite Marketing-Transformation, um stärker datengetrieben zu werden, die Kunden besser zu verstehen, bessere Produkte und Kampagnen zu kreieren und vor allem Konsumenten zu begeistern. Zu diesem Zweck holte die Brauerei die Unternehmensberatung Mediasense an Bord, die ein neues "Data & Media Operating-Modell" entwickeln soll. 

Die potenziellen Agenturpartner sahen dem geplanten Pitch bereits Ende vergangenen Jahres skeptisch entgegen. Denn der Branchendienst Campaign will aus einem Dokument an den Pitch-Berater erfahren haben, dass die Brauerei eine internetbasierte Rückwärtsauktion plane. Hierbei können sich die Pitch-Teilnehmer im Wettbewerb um den Etat bei den Konditionen gegenseitig unterbieten. Außerdem wolle der Konzern das Zahlungsziel von 120 auf 150 Tage verlängern. Allerdings geht es bei dem Pitch auch um viel Geld: Der weltweite Media-Etat, den AB InBev zuletzt 2017 neu ausgeschrieben hatte, summiert sich in den mehr als 50 internationalen Märkten auf über eine Milliarde Dollar.


Autor: W&V Redaktion

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