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Kampagne für die Reporterfabrik
Brinkert Metzelder befreit Gefangene des Newsfeeds

Raus aus der Filterblase, raus aus der Algorithmenabhängigkeit: Die Reporterfabrik und Brinkert Metzelder sensibilisieren für Aufklärung.

Text: W&V Redaktion

3. Juli 2019

Geisel des Newsfeeds: eindringliche Kampagne von Brinkert Metzelder für die Reporterfabrik - und für Medienaufklärung.
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Natürlich ist das Internet, wie wir es heute kennen, eine tolle Sache: Das Social Web bietet eine kreative Spielwiese, neue Möglichkeiten, Zielgruppen zu erreichen, Plattformen für Meinungsfreiheit.

Und wie bei allen tollen Neuheiten gibt es auch hier eine Kehrseite: Die willkürliche Verbreitung von Meinungen und Verschwörungstheorien, die ohne Einordnung gleichberechtigt neben glaubwürdigen Nachrichten stehen zum Beispiel. Durch gedankenloses Teilen verbreiten sich oft gerade unseriöse Meldungen, Aufreger und pointierte Verkürzungen rasend schnell - und erhalten dann dank dieser vermeintlichen Relevanz eine noch größere Reichweite.

Raphael Brinkert ist als Testimonial der Kampagne - und als Betroffener - selbst dabei.

Problematisch wird das erst dann, wenn der Newsfeed aus dem Social Web die einzige Informationsquelle ist, wenn die Meldungen auf leicht beeinflussbare Zielgruppen treffen und wenn sich die Nutzer des Problems nicht bewusst sind.

Raphael Brinkert, Gründer Brinkert Metzelder: "Zeig mir deinen Newsfeed und ich sage dir, wer du bist: Was als Scherz gemeint ist, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als bittere Realität." Brinkert hat sich gleich selbst als Testimonial zur Verfügung gestellt - er ist schon seit mehr als zehn Jahren bei Twitter unterwegs (siehe Bild links).

Und doch: "Sozialen Medien fehlt die Grundversorgung, die klassische Medien bieten", sagt Brinkert. "Wenn wir keine Gefangenen dieses eingeschränkten Medienkonsums bleiben wollen, müssen wir aufklären und die Menschen befähigen, bewusster mit klassischen und sozialen Medien umzugehen."

Denn betroffen davon sind wir praktisch alle.

Und hier setzt sich die Reporterfabrik ein: Die Reporterschule im Netz leitet der renommierte Journalist Cordt Schnibben, Geschäftsführer sind David Schraven und Simon Kretschmer vom gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv.

Ziel der Schule ist es, journalistisches Wissen und Handwerk zu vermitteln und Versuche der Desinformation sichtbar zu machen - damit wendet sie sich nicht nur an Profis, sondern an alle interessierten Bürger.

Das Projekt "Reporter4you" der Reporterfabrik ist explizit für junge Menschen gedacht; es soll vor allem Schüler, im Umgang mit Informationen aus dem Social Web fitmachen.

Denn wer weiß, wie Algorithmen funktionieren und wie Nachrichten entstehen, kann auch Fake News besser erkennen und ihrer Verbreitung entgegenwirken. 

Für das Projekt "Reporter4you" wirbt ab heute eine eigene Kampagne, die von der Agentur Brinkert Metzelder entwickelt wurde. Sie weist auf das Problem hin, sich allein auf die Feeds in Facebook, Twitter und Instagram zu verlassen.

"Du bist, was du siehst", "Du bist, was du liest"

Die Motive thematisieren die alltägliche Abhängigkeit von Algorithmen, insbesondere im Social-Media-Kontext.

Indem sie uns Nutzer als Gefangene der eigenen Timelines inszeniert. Die Bilder erinnern bewusst ans Geiseln, die ihren Geiselnehmern ausgeliefert sind. In der Hand halten sie Schilder mit der symbolischen Anzahl der Tage, die sie schon in Gefangenschaft verbracht haben.

Facebook-Motiv der Kampagne für "Reporter4you".

Cordt Schnibben, Gründer der Reporterfabrik und vielfach ausgezeichneter Journalist und Dokumentarfilmer: "Medienkompetenz ist heute für Jugendliche so wichtig wie Bio oder Mathe. Wir wollen Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre Rolle in der öffentlichen Meinungsbildung kompetent wahrzunehmen."

Bei der Reporterfabrik sind unter "Reporter4you" Videobeiträge zu finden, die zeigen, wie man etwa Fake News erkennen kann, ob Medien "gelenkt" sind und wie Nachrichten entstehen. Unterrichtsmaterial zum Herunterladen steht ebenfalls bereit. Zu den Unterstützern gehören die Journalisten Sabine Pusch, Anette Dowideit, Günther Jauch, Jan Böhmermann.

Wer weiß, wie Meldungen im Netz entstehen, ist Infos nicht ausgeliefert.

Die Kampagne wird als 1/1-Motiv sowie auf Facebook, Twitter und bei Instagram & Instagram Stories verbreitet.

Brinkert Metzelder hat schon anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit für die Reporterfabrik gearbeitet. Motive mit der Schlagzeile "Für Pressefreiheit gehen Journalisten in den Knast. Und zurück in ihre Schulen" zeigten die türkische Journalistin Ayse Düzkan und die deutsche Moderatorin Sandra Maischberger.

Düzkan sitzt in der Türkei in Haft. Maischberger engagiert unter anderem deshalb bei der Reporterfabrik, weil es nicht selbstverständlich ist, in einem Land leben und arbeiten zu können, in dem man für Meinungen nicht verhaftet wird.

Sportmarketer Raphael Brinkert und der ehemalige Nationalspieler Christoph Metzelder haben als Gründungsgeschäftsführer Jung von Matt/Sports aufgebaut und sich im Herbst 2018 mit ihrer eigenen Agentur selbstständig gemacht.

Ihre Neugründung ist vor allem der "gesellschaftlichen und nachhaltigen Marketingkommunikation". Kunden der Agentur sind Unternehmen, Verbände, Stiftungen, Institutionen und Initiativen.

Ende Juni veröffentlichte Brinkert Metzelder zum Beispiel eine Kampagne gegen Hass im Netz, im Frühjahr riefen sie zur Teilnahem an der Europawahl auf, im Oktober warben sie für die Initiative "Deutschland #vereint".

 

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