Anzeige

Strategie
BSS wird digitaler und macht sich fit für die Zukunft

Die Agentur BSS stärkt sich im Bereich digitale Kreation - und klärt die Nachfolge.

Text: W&V Redaktion

31. Mai 2019

Ergänzen einander: Bastian Pristl (li) und Andreas Rauscher.
Anzeige

Seit Februar verstärkt Bastian Pristl die Agentur BSS in Bietigheim-Bissingen. Als Geschäftsführer und Chief Digital Officer. Das hat seinen Grund. Denn die inhabergeführte Agentur vollzieht damit eine kleine Kurskorrektur. Künftig will die rund 40 Mitarbeiter große Firma ihren Fokus mehr auf qualitativ anspruchsvollen digitalen Content legen. Bastian Pristl, der von der Stuttgarter Werbewelt kommt, scheint hier dafür der geeignete Kandidat zu sein.

Bei Werbewelt begleitete er als Executive Creative Director unter anderem Kunden wie Hugo Boss bei der Digitalisierung, auch beim Aufbau des E-Commerce-Angebots. Es laufe sehr gut an, heißt es in der Agentur heute, und es lägen bereits etliche interessante Optionen auf dem Tisch. Bestandskunden würden den erweiterten Fokus der Agentur schätzen.

Seit Mai ist Rauscher auch Gesellschafter

"Wir glauben, dass es qualitativ hochwertiger und markenrelevanter Inhalte und einer ganzheitlichen Denke bedarf, um Brands in einer digitalen Welt erfolgreich bespielen zu können", umschreibt Andreas Rauscher die Grundüberlegung bei BSS. Der Manager ist seit Mai geschäftsführener Gesellschafter. Und damit Teil der Nachfolgeregelung der 52 Jahre alten Agentur. In seinen Augen mache die der ganzheitliche Ansatz und das Marken-Knowhow den Unterschied aus. Nur dann könne Kommunikation effizient und effektiv sein.

Oder salopper formuliert: Wenn beispielsweise der Content im Online-Magazin relevant und stimmig ist, klingelt auch die Kasse im digitalen Laden häufiger. Das werde mit Blick auf die verschiedenen Plattformen und Kanäle häufig vernachlässigt, glaubt Rauscher. Es klingt fast wie eine Kampfansage an die Adresse der Contentlieferanten aus der technologischen Ecke. An all die Spezialisten, die mittlerweile bei digitalen Auftritten und Kampagnen mitwirken. Und nur zu gern den Hut aufhaben wollen oder Inhalte als eher nachrangig werten.

Digitaleinheit Neon wird reintegriert

Damit verbunden ist auch die Absage an Überlegungen, die eigene Agentur digital hochzurüsten. Beispielsweise um komplexe Digitalprojekte oder gar Plattformen zu entwickeln. Die Investition wäre beträchtlich. Das Risiko auch. Zudem, heißt es bei BSS, bestünde dann die Gefahr, sich zu sehr von den eigenen Wurzeln zu entfernen. Also digitale Dienstleistungen ohne Markenbezug zu übernehmen. Ergo arbeitet die Agentur auch künftig mit externen Dienstleistern zusammen. Aufgaben wie die Kampagnenverlängerung ins Netz übernimmt sie weiter in Eigenregie. Ein Job der vor sechs Jahren gegründeten Einheit BSS Neon. Sie wird nun reintegriert. 

Anzeige