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TV-Kampagne
Burger King ersetzt Werbetexter durch KI

Auf dem US-Markt wirbt Burger King mit TV-Spots, die angeblich von künstlicher Intelligenz entwickelt wurden. Die KI hatte jedoch nicht ihren besten Tag.

Text: W&V Redaktion

28. September 2018

Wenn die KI textet, schmeckt der Burger nach Vogel.
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Sich über künstliche Intelligenz zu mokieren, ist inzwischen zum Markenzeichen der Burger King-Agentur David Miami geworden. Vergangenes Jahr brachten die Kreativen Google's Sprach-Assistenten per TV-Spot zum Plaudern und erreichten damit weltweite Aufmerksamkeit für den "Whopper".

Auch die neueste TV-Kampagne der Burgerkette greift das Thema KI mit einem Augenzwinkern auf. So wurden alle Spots angeblich von einer künstlichen Intelligenz entwickelt.

Wenn der Burger wie Vogel schmeckt

"This ad was created by artificial intelligence", heißt es zu Beginn der vier 15-Sekünder. Die Werbetexter-Fähigkeiten der KI verdienen jedoch bestenfalls das Prädikat ausbaufähig. Der "Whopper" wohne in einem Brötchen-Haus - "genau wie Du", sagt eine abgehackte Roboterstimme aus dem Voice-Over. 

Außerdem bestehe der Burger aus einem Bett aus Salat, in dem man natürlich auch schlafen könne. Für "Extra-Sleep" gebe es sogar ein Bett aus Mayonnaise. Ebenfalls absurd klingt die Behauptung der KI, der Chicken-Sandwich schmecke wie "Vogel".

Burger King macht sich mit der Kampagne, die auf den US-Sendern MTV, History, TBS, Adult Swim und E! ausgestrahlt wird, wiedermal auf unterhaltsame Weise über künstliche Intelligenz lustig. In Wahrheit steckt hinter den wirren Texten kein Deep Learning-Algorithmus sondern "menschliche" Mitarbeiter von David Miami.

"Wichtiger als KI ist die Idee"

"KI, Bots, Machine Learning, Deep Learning-Algorithmen, Blockchain - das sind nur einige der Themen, mit denen Marketer zurzeit experimentieren", sagt Marcelo Pascoa, Burger King’s Global Head of Brand Marketing.

"Dennoch dürfen wir uns nicht in dem Überangebot an technologischen Neuerungen und Buzzwords verlieren und vergessen, was wirklich zählt. Und das ist immer noch die Idee." KI sei kein Ersatz für eine gute und kreative Idee einer realen Person, betont Pascoa.

Die witzigen Spots sind somit auch diesmal ein Statement in Richtung Konzerne wie Google, die führend sind in der Entwicklung von künstlicher Intelligenz.

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