Anzeige

Etat-Gewinn
Butter wirbt künftig für KFC

Nach einem mehrstufigen Pitch ist die Entscheidung gefallen: Die Kreativagentur Butter in Düsseldorf übernimmt den Deutschlandetat von Kentucky Fried Chicken. Etathalter war Ogilvy.

Text: W&V Redaktion

20. Februar 2019

Sie betreuen bei Butter KFC (v.l.): Claudia Scaife (Management Supervisor), Reinhard Henke (Geschäftsführer Kreation), Phillip Böndel (Geschäftsführer Beratung).
Anzeige

Am Präsentationswettbewerb beteiligt waren nach W&V-Informationen neben Butter auch Wieden & Kennedy, die die Fastfoodkette international betreuen, sowie David + Martin, München.

Etathalter Ogilvy & Mather hat wohl nicht mehr teilgenommen. Agentur und Kunde sagen zum Pitchverlauf nichts. Butter hat schon das letzte Mal mitgemacht, war im Finale allerdings den Kollegen in Düsseldorf unterlegen. So schräg warb die Agentur Ogilvy einst für Kentucky Fried Chicken:

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Der alte Kunde und die neue Agentur hoffen nun auf eine langfristige Partnerschaft. "Wir sind bei Butter auf ein partnerschaftliches, motiviertes Team gestoßen, das uns mit ihrer Kreation genauso begeistern konnte wie mit der Kommunikationsstrategie", sagt Linda Buchmüller, Head of Marketing von KFC Deutschland.

Auf Agenturseite wird sich das Team um Phillip Böndel (Geschäftsführer Beratung), Claudia Scaife (Management Supervisor) und Reinhard Henke (Geschäftsführer Kreation) um den Etat kümmern. Phillip Böndel sagt: "KFC ist in Deutschland der unterschätzte Challenger in Bereich Fast Food. Das werden wir ändern."

Ehrgeizige Pläne

Da haben alle Beteiligten zu tun. Denn KFC (Yum Brands, Louisville) verfolgt seit Jahren ehrgeizige Expansionspläne für Deutschland. Erst im Herbst vergangenen Jahres ließ das Unternehmen verlauten, man wolle die Zahl der Restaurants in Deutschland in den sieben nächsten Jahren von knapp 170 auf 500 Restaurants verdreifachen und so den Umsatz (Nettoumsatz 2016: 222,6 Mio. Euro) auf eine Milliarde heben.

Doch das Konzept verfängt hierzulande nicht so, wie sich die Betreiber das vorstellen. Das Wachstum ist niedrig, vor allem dem Ausbau in der Fläche geschuldet wie Handelsblatt, FAZ und Welt schreiben. Aber man sieht eben das Potenzial.

Nicht zuletzt deshalb gab es in der Vergangenheit immer wieder rasche Agenturwechsel. Von Serviceplan zu Ogilvy, jetzt soll mit Butter wieder eine inhabergeführte Agentur ran. Die Zusammenarbeit hat bereits begonnen, ab Juni werde die neue Kampagne alte und vor allem neue KFC-Fans für die Fastfoodkette begeistern. Sie trete durchaus laut und kreativ auf, verspricht Berater Böndel.

Damit, wer mal an Fastfood denkt, ganz schnell zu KFC rennt.

Anzeige