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Cannes Lions
Cannes ehrt Werbepionierin Mary Wells Lawrence

Es ist die erste Frau, die für ihr Lebenswerk den "Lion of St. Mark" erhält: Mary Wells Lawrence. Der ersten großen Agenturgründerin haben wir es zu verdanken, dass Flugzeuge bunt lackiert sind.

Text: W&V Redaktion

12. Juni 2020

Mary Wells Lawrence: Ihre Agentur zählte 30 Jahre lang zu den US-Top-Agenturen. Bis 1990 war sie CEO.
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Mary Wells Lawrence wird den "Lion of St. Mark" am 26. Juni im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung auf der neuen Lions-Live-Plattform erhalten. Die heute 92-Jährige war in den 60er-Jahren die erste Frau, die eine große Werbeagentur gegründet hat. Und damit zugleich die erste Chefin eines Unternehmens, dessen Aktien an der New York Stock Exchange gehandelt wurden.

Die Agentur Wells Rich Greene (WRG), die sie 1966 mit Richard Rich und Stewart Greene gegründet hatte, kam schon binnen eines Jahres auf 100 Angestellte. Zehn Jahre später brachte es WRG auf einen Umsatz von 187 Millionen Dollar. Bis 1998 zählte sie so gut wie immer zu den Top-15-Agenturen in den USA. Wells Lawrence fungierte bis 1990 als CEO.

Ihre Arbeit für die US-Airline Braniff Airways in den 60er-Jahren war epochal: Unter dem Motto "The End of the Plain Plane" wurden alle Maschinen in auffällige Uni-Farben getaucht, in ganz unterschiedlichen Pastelltönen. Zu den Kunden der Agentur zählten außerdem Cadbury Schweppes, Benson & Hedges, IBM, P&G und die legendären US-Airlines Pan AM und TWA. Bevor Wells Lawrence ihre eigene Agentur gründete, hatte sie bei McCann-Erickson und bei Jack Tinker and Partners gearbeitet.

1971 wurde Lawrence von der American Advertising Federation zur "Werbefrau des Jahres" gekürt. 1999 wurde sie in die American Advertising Hall of Fame aufgenommen.

Hier eine Würdigung ihrer Arbeit in nur 80 Sekunden:

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Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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