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Verkauf
Carlyle Group übernimmt Dept

Die schnell wachsende Digitalagentur hat einen neuen Investor, der die globale Expansion noch beschleunigen will.

Text: W&V Redaktion

23. Dezember 2019

Sie sind Carlyls (von links): Dimi Albers (CEO), Daniel Rupp (CFO), Frank Schmid (COO), Paul Manuel (Co-Founder), Bart Manuel (Co-Founder)
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Die Investmentgesellschaft The Carlyle Group erwirbt die Mehrheit an Dept, der Digitalagentur aus Amsterdam, die auch in Deutschland sitzt. Die 2015 gegründete Agentur ist in den vergangenen vier Jahren von 150 Mitarbeitern in den Niederlanden auf mehr als 1.500 Leuten in 13 Ländern in Europa und Amerika herangewachsen. In diesem Zeitraum verzehnfachte sich der Umsatz auf über 150 Millionen Euro. Dept betreut Großkunden wie Bose, Tesla, Samsung, Formula E, Indigo und Beiersdorf. Ihren USP sieht sie darin, Kreativität, Technologie und Data in integrierten Teams zusammenzubringen.

Jetzt will Dept noch schneller wachsen. "Mithilfe von Carlyle können wir unseren Weg zu einem weltweit anerkannten Powerhouse beschleunigen und gleichzeitig unsere eigene Kultur, Marke und Arbeitsweise fest im Griff behalten", sagt Dimi Albers, CEO von Dept. Bislang hielt der Investor Waterland die Anteile.

Eine lukrative Agentur

The Carlyle Group verspricht sich Gewinn von dem Deal. "Die digitale Transformation ist eine wachsende strategische Herausforderung für alle Unternehmen. Durch die Integration von Kreativität, Technologie und Daten ist Dept optimal aufgestellt, um Kunden hier ganzheitlich zu beraten" sagt Michael Wand, Geschäftsführer und Co-Head des CETP-Investment Beratungsteams bei The Carlyle Group. Dept sei ein interessantes Kaufobjekt gewesen: Die Agentur wachse über Marktdurchschnitt in einem strategischen Sektor, das Führungsteam sei hoch motiviert und skaliere international. "Wir sehen erhebliches langfristiges Potenzial, auf dem bisher Erreichten aufzubauen und freuen uns auf die Zusammenarbeit."

Das Eigenkapital für die Anlage stammt von Carlyle Europe Technology Partners (CETP) IV, einem Fonds, der in technologie- und medienorientierte kleine und mittlere Unternehmen in Europa und den USA investiert. Die geplante Transaktion unterliegt den üblichen regulatorischen Genehmigungen und wird voraussichtlich Anfang 2020 abgeschlossen sein.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

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