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Social-Media-Studie
Content vs. Werbung: Viele erkennen keinen Unterschied

In sozialen Medien verschwimmen die Grenzen zwischen Inhalt und Werbung. Viele Nutzer sehen das kritisch, doch es gibt auch welche, die wollen nicht auf Werbung verzichten. 

Text: W&V Redaktion

16. Juli 2018

Ist das noch Content oder schon Werbung?
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Zwar betonen Influencer immer wieder, dass ihre Fans den Unterschied zwischen Werbung und authentischen Inhalten unterscheiden können. In der Realität sieht das aber ganz anders aus. Denn fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) gibt zu, dass er Werbung von Inhalt nur schwer unterscheiden kann. 

Die angeblich so Social-Media-erfahrenen jüngeren Zielgruppen haben sogar die größten Probleme. Bei Nutzern im Alter von 14 bis 29 Jahren sind es sogar 56 Prozent, unter den 50- bis 64-Jährigen und bei der Generation 65 Plus dagegen nur jeweils 40 Prozent. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Die Strategie, dass Werbung unterhält und nicht mehr als Reklame erkennbar ist, scheint also aufzugehen - trägt aber auch zur Intransparenz bei. Acht von zehn Social-Media-Nutzer (78 Prozent) haben darüber hinaus das Gefühl, dass Werbung in sozialen Netzwerken in letzter Zeit zugenommen hat.

Doch es gibt auch einige Werbe-Fans

Trotz negativer Aspekte akzeptieren viele Nutzer Werbung in sozialen Medien: Sechs von zehn Befragten (60 Prozent) sind der Meinung, dass Werbung in sozialen Netzwerken in Ordnung ist, weil dadurch die Netzwerke kostenlos zur Verfügung stehen. Bei den 14- bis 29-Jährigen sagen das sogar zwei Drittel (66 Prozent).

Und es gibt sogar einige Fans: Drei von zehn Befragten (29 Prozent) geben an, dass sie auf Werbung in sozialen Netzwerken nicht verzichten möchten, weil sie dadurch immer wieder Angebote oder Themen entdecken, die sie sonst nicht gefunden hätten. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) meint außerdem, dass Werbung in sozialen Netzwerken besser zu den eigenen Interessen passt als herkömmliche Online-Werbung. 

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