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Jonas Eisert
Das ist der 23-jährige Newcomer hinter dem Bahn-Spot

Beim Weihnachtsfilm der Bahn blieben BBDO und Ogilvy außen vor. Wer ist eigentlich dieser Jonas Eisert, der den Bahn-Spot konzipiert und realisiert hat. W&V stellt ihn vor.

Text: W&V Redaktion

1. Dezember 2017

Jonas Eisert ist Filmemacher. Und Autodidakt. Er träumt von etwas ganz Großem.
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Jonas Eisert kam bei der Bahn über das Kreativen-Netzwerk Campus99 zum Zug, das auf Social-Video-Content spezialisiert ist. Dort hatte die Bahn ihr Briefing für den diesjährigen Weihnachtsfilm eingestellt.

Über 100 Ideen waren auf das Briefing hin eingereicht worden. Als aus Berlin der Anruf kam, dass sich die Bahn ausgerechnet für sein Konzept entschieden hat, machte der 23-Jährige gleich mehrere Luftsprünge.

In Eiserts Film geht es um die Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einem Obdachlosen (hier geht's zum Film). Die Außenszenen sind an einem Seiteneingang des Berliner Bahnhofs Friedrichstraße entstanden. Gedreht wurde an nur zwei Tagen Mitte Oktober. Bei der Umsetzung half ein Team von Campus99.

Nicht den klassischen Weg gegangen

Jonas Eisert kommt aus Kleinostheim bei Aschaffenburg - und er ist Autodidakt. Obwohl er schon als kleiner Junge wusste, dass er Filmemacher werden möchte, ging er nicht den klassischen Weg über die Akademie. Er hat zwei Jahre beim Regionalsender Main.TV gearbeitet. Dann ging er nach München und machte dort eine Ausbildung zum Mediengestalter - in der Constantin-Gruppe.

"Sobald man weiß, wie etwas funktioniert, macht man es schlecht", zitiert Eisert den Kameramann Sebastian Edschmid, in dessen Team er kürzlich bei einem Kinoprojekt mitwirken durfte ("Sauerkraut-Koma"/Eberhofer-Krimi). Obwohl er natürlich weiß, dass Erfahrung trotzdem wichtig ist. Learning by Doing, das war schon immer sein Ansatz. Einfach probieren und machen.

Unter dem Produktionslabel Loftfilm hat Eisert vor zwei Jahren mit Marcel M. Udina die Webserie "Leck mich, Chef!" gedreht. Auch für die Stadt München, für Peta, Kleiner Feigling und den "Playboy" haben die beiden zusammen Filme produziert.

Traum von einer Karriere als Kinofilm-Regisseur

Zurzeit ist Eisert in Vietnam unterwegs - mit einem Freund aus Polen. Auf dem Youtubekanal Matt Laker veröffentlicht das Duo täglich Videos zum Thema Business und Reisen. In ihrem Vlog für Digital Nomads geht es darum, wie man Reisen und Geldverdienen miteinander verbinden kann. Und sie machen selbst vor, wie es geht: Sie drehen zum Beispiel Produktfilme über Luxusimmobilien, in denen sie selbst wohnen. Bis Ende Januar wollen die beiden in Vietnam bleiben. Dann geht ihre Reise weiter.

Eisert selbst ist übrigens nicht nur leidenschaftlicher Filmemacher, sondern auch Unternehmer. Seit über einem Jahr vertreibt er etwa mit einem Geschäftspartner zusammen Brillen-Etuis unter der Marke Jon Case.

Gefragt nach seinem Lebensziel, meint Eisert, er wolle gern Kinofilm-Regisseur werden. Und was ist sein größter Traum? "Ich möchte irgendwann einmal den besten deutschen Film aller Zeiten drehen."

Da kann man ihm nur alles Gute wünschen.

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