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Kreation des Tages
Das Lama, der Schrecken der Autofahrer

Warum Bosch und Jung von Matt/Next Alster das von allen geliebte Lama zum Angstgegner umdeuten? Weil's Spaß macht und zum Thema passt.

Text: W&V Redaktion

25. Oktober 2019

Die Hauptfiguren im "Lama-Drama": ein Bankangestellter und ein Andenkamel.
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Gefühlt gleich nach Kätzchen und Alpakas gehören die mit Letzteren verwandten Lamas zu den beliebtesten Tieren der Digitalgemeinde. Sie bringen alles mit, was im Social Web gefällt: Sie sind süß und flauschig und schauen mit ihren großen Augen so unschuldig drein.

Aber die Agentur Jung von Matt/Next Alster beschäftigt schlaue und kreative Menschen. Die auch mal - auf nette Art - gern ein bisschen gemein sind und frech, das gehört dazu, wenn man Werbung machen will, die aneckt und für Aufmerksamkeit sorgt, indem sie mit Erwartungen bricht. Zu lieb sein ist da oft hinderlich. Wie für das Lama, das so lieb schaut, dass es bestimmt auch keine steile Karriere in einem Großkonzern macht.

Dieses Lama hier, das einen Werbevertrag mit Bosch ergattert hat, ist also gar nicht lieb. Mit ein wenig Fantasie kann man sogar die JvM-Kreativen kichern hören, weil sie das flauschige Lieblingstier der Onliner umgedreht haben.

Und das haben sie wirklich gut gemacht. Weil sie einen ganz gewöhnlichen Alltag mit einer vollkommen absurden Idee zum Hingucker machen. Und weil sie eine Klammer gefunden haben zwischen dem Autozubehör, das Bosch herstellt, und dem Lama. Wie die meisten schlauen Ideen ist diese einfach: Feuchtigkeit.

Die Inszenierung als Thriller ist wunderbar, die Pointe überraschend, die Darsteller gut gecastet (also: nicht nur das Lama) - und damit nicht bloß Schadenfreude aufkommt, ist das Opfer des Lamas ja immerhin jedes Mal durch eine Scheibe gut geschützt.

Das "Lama-Drama", wie JvM es nennt, beendet natürlich ein Produkt des Kunden Bosch Automotive Aftermarket, die Wischblätter nämlich. Und so endet der 80-sekündige Kurzfilm logisch und mit einer klaren Botschaft, die der Marke hilft. Dem Lama weniger. David Leinweber, Group Creative Director bei JvM/Next Alster: "Schlechtes Wetter und schlecht gelaunte Lamas haben eins gemeinsam: Nur leistungsstarke Wischblätter von Bosch werden mit ihnen fertig."

Bosch setzt den Film international im Online ein, der Hingucker, das Lama, bekommt außerdem prominente Platzierungen im Handel auf lebensgroßen Aufstellern, außerdem als Postkartenmotiv und auf Give-aways. An den Film erinnert der Kampagnensatz "Haunted by a Llama?".

Der schöne Kurzfilm wurde von Markenfilm Hamburg mit Regisseur Matthew Swanson inszeniert. Die Msuik zum Spot hat Yessian Music Hamburg komponiert.

Ein Lob auch an Bosch an dieser Stelle: Der Kunde aus Stuttgart war mutig genug, dieses Konzept beim Pitch um den Etat auszuwählen und den Hamburger Kreativen erneut ihren Etat anzuvertrauen.

Verantwortlich bei Bosch sind dafür Ulrich Thiele (Senior Vice President Product Area Automotive Aftermarket), Olaf Schuette (Director Marketing), Simone Hensler (Communications Manager Business Unit) und Maren Kästle (Communications Manager).

Bei Jung von Matt/Next Alster betreuen den Kunden Andreas Ernst (Managing Director), Max Lederer und Thim Wagner (Executive CDs), David Leinweber (Group CD), Jan Anderßen (Head of Client Services), die Texterinnen Anahita Ghanizadeh und Natascha Kuehn, Junior AD Max Kuntscher, Tim Kuphaldt (Senior Project Manager), Felix Mindermann (Junior Project Manager) und Johannes Haverkamp (Filmproducer).

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