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München
David + Martin erweitert Geschäftsführung

Nach 13 Jahren im Ausland kehren die beiden Kreativen Daniel Schäfer und Szymon Rose nach Deutschland zurück. Sie steigen bei der Münchner Kreativagentur David + Martin in die Geschäftsführung ein.

Text: W&V Redaktion

25. Februar 2021

Vier Jungs, zwei Namen: Szymon Rose (v.l.), Daniel Schäfer, Martin Eggert und David Stephan führen künftig die Geschäfte von David + Martin.
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David + Martin stellt sich neu auf. Die Agentur holt von Wieden + Kennedy in Amsterdam die Kreativen Daniel Schäfer und Szymon Rose, die nach 13 Jahren im Ausland nach Deutschland zurückkommen. Die vielfach ausgezeichneten Werber führen ab 1. April die Geschäfte der Münchner Agentur mit den Gründern David Stephan (Kreation) und Martin Eggert (Beratung) zusammen.

Die Kraft der Idee

Für die Agentur ist das ein Bekenntnis. "An unserem Klingelschild steht Kreativagentur", sagt David Stephan. "Das bedeutet auch, dass wir in der heutigen Zeit immer noch an die Kraft der Idee glauben und genau das wollten wir mit dieser Entscheidung nochmal unterstreichen."

Die beiden Inhaber freuen sich auf ihre zwei neuen Kollegen. "Fernab von ihren Stationen, ihren Erfahrungen und den vielen Awards, war für uns etwas anderes ausschlaggebend: Die Jungs haben Kampagnen geschrieben, die uns begeistert haben. Die uns weinen, lachen und staunen haben lassen. Für uns war deswegen sofort klar, dass sie unsere erste Wahl sind. Dazu kam, dass wir uns auf Anhieb blind verstanden haben und die gleichen Visionen verfolgen."

Lean und easy

Daniel Schäfer und Szymon Rose begannen ihre Karriere gemeinsam als Kreativteam bei Jung von Matt in Hamburg. 2008 zog es sie nach London zu BBH, wo sie unter anderem für ihre viel prämierten internationalen Axe-Kampagnen bekannt wurden. Später stiegen sie als Partner und Board-Member in die Agentur ein. 2014 zogen sie schließlich nach Amsterdam weiter, wurden CDs bei Wieden + Kennedy. Dort verantworteten sie unter anderem die globalen Etats von Facebook, Samsung, AirBnB und Milka in Europa. Das ist ihr Erfahrungsbericht.

"Wir glauben, es gibt ein riesengroßes Potenzial in Deutschland für ein inhabergeführte Kreativagentur wie David+Martin, richtig durchzustarten. Eine Agentur ohne aufgeblasenen bürokratischen Apparat im Nacken, die zu 100 Prozent an die Kraft exzellenter Kreation glaubt und davon überzeugt ist, dass diese auch in Deutschland im Tagesgeschäft entstehen kann", so Schäfer und Rose. Im W&V-Interview sprechen die beiden über ihre Erfolge, Ängste und Erfahrungen als Deutsche im Ausland.

Internationalisierung

Mit der neuen Führungsebene will die Münchner Agentur weiter wachsen und in Zukunft auch den einen oder anderen internationalen Kunden überzeugen. "W&V-Agentur des Jahres 2020 war ein toller Titel, der uns in unserem eingeschlagenen Weg bestätigt", sagt Eggert. "Aber Ausruhen ist nicht. Uns war es besonders wichtig, eine kreative Kultur zu addieren, die nicht in Hamburg, Berlin oder Düsseldorf, sondern in London und Amsterdam geprägt wurde. Also dort, wo starke Kreation im Mittelpunkt und echte Arbeiten über Goldideen stehen."

Die Kreativagentur David+Martin besteht seit 2015. David Stephan und Martin Eggert, alte Schulfreunde, haben sie in München gegründet. Zu den Kunden zählen derzeit unter anderem Netflix, Süddeutsche Zeitung, BMW M, Molkerei Alois Müller, Ritter Sport, Ovomaltine, MAN, Dr Pepper so wie Bündnis 90/Die Grünen. Darüber hinaus engagiert sich David + Martin bei ausgewählten sozialen Projekten wie Social-Bee, Seawatch und initiiert auch eigene Projekte wie Refugin – einen Non-Profit-Gin.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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