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ADC-Wettbewerb
DDB-Triumph beim ADC: Das sind die besten Agenturen

Jedes Jahr dieselbe spannende Frage, wenn sich die kreative Elite Deutschlands in Hamburg trifft: Welche Agentur liegt am Ende vorn? Es ist diesmal nicht Jung von Matt. Die machen Pause.

Text: W&V Redaktion

24. Mai 2019

Dennis May, Kreativchef der DDB-Gruppe, wird sich über den Erfolg seines Teams freuen. Nummer eins beim ADC in Hamburg.
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Irgendwie reichen sie ja alle mal nicht ein. Vergangenes Jahr Scholz & Friends, Publicis und Leagas Delaney. Dieses Jahr sind wieder Jung von Matt dran - und Thjnk. Thjnk will die eigene Agentur umbauen und muss sich mal konzentrieren, wie Vorstand Armin Jochum vor Kurzem den Kollegen von Horizont verriet. Jung von Matt spart für seine Nachwuchs-Academy. Nichts besonderes also?

Leider doch. Denn wenn Jung von Matt nichts einschickt - die Agentur investiert alle zwei Jahre einen sechsstelligen Betrag -, dann stöhnen und ächzen die Festivals dieser Welt, allen voran der Wettbewerb des Art Directors Club für Deutschland. Von daher kann der neue ADC-Präsident Heinrich Paravicini von Glück reden, dass sie dieses Jahr ein Plus von neun Prozent an Ersteinreichern haben, vor allem kleineren Agenturen. So brachen die Zahlen insgesamt "nur" um zwölf Prozent ein.

Aber wenn Jung von Matt nicht mitspielt, fürchtet man ja auch sofort um die Qualität eines ganzen Jahrgangs. Auch das war dieses Jahr ok, sagen sie im ADC-Präsidium, jedenfalls in der Breite stimme die Qualität. Hier alle Gewinner

Die Nummer 1

Klar indes ist: Auf Top 1 der Rangliste steht nicht Jung von Matt, die im vergangenen Jahr einen Rekord hinlegten, sowohl kreativ wie wirtschaftlich und anscheinend läuft's auch 2019. Platz eins im ADC-Ranking belegt dieses Jahr DDB, die es 2018 nicht mal in die Top 10 geschafft hatten. Der Erfolg zeichnete sich ja schon ab: Die W&V-Agentur des Jahres hatte bereits in Cannes einen guten Lauf und buhlt dieses Jahr mit Serviceplan um Platz eins im W&V-Kreativranking.

DDB hat in Hamburg beim ADC einen Grand Prix für "Uncensored Playlist" für Ärzte ohne Grenzen gewonnen, dazu achtmal Gold, achtmal Silber und elfmal Bronze für Arbeiten wie "Highlight the remarkable" (Stabilo), Whatsapp Comedy (Telekom) und "SayYes to the World" (Lufthansa).

Die Herausforderer

Serviceplan allerdings kommt auf Platz sieben unserer ADC-Rangliste. Es ist kein Geheimnis, dass die Agenturgruppe international stets besser abschneidet als in Deutschland, wo viele Kreative stets ein besonders kritisches Auge auf die Arbeiten aus München haben. "Man gönnt uns das Schwarze unter den Nägeln nicht", hat Hauptgeschäftsführer Florian Haller dazu mal gegenüber W&V gesagt.

Platz sieben also mit zwei Gold, drei Silber und zwölf Bronze für Kampagnen wie "Die legendäre Bierdose" (Beck's) und Dot.Mini. Hier ein Film dazu:

Nach DDB folgen Heimat (u.a. "Schwitz es raus", Hornbach, "Unfollow me", Laut gegen Nazis, "Flowers Talking", Bloomy Days), dann schon Kolle Rebbe (u.a. Petas "Eye to Eye") und Scholz & Friends (u.a. Grand Prix für Berliner Philharmoniker mit "UmOrdnung"), die dieses Jahr wieder dabei sind. Die Hamburger Agentur Kolle Rebbe steht seit der Übernahme durch Accenture Interactive unter verschärfter Beobachtung, was ihren kreativen Output angeht. Alle drei Firmen sind beim ADC traditionell stark, Heimat funktioniert auch international gut.

Antoni, (u.a. "In the long run" für Mercedes) die sich vergangenes Jahr zum ersten Mal in großem Maßstab beim ADC präsentiert hatten, kommen 2019 nur auf Rang sechs. Vermutlich haben sie gezielter eingereicht.

Achtungserfolge erzielen Ogilvy (u.a. "No need to fly" für Deutsche Bahn) und Rocket & Wink (u.a. Fritz Kola). BBDO (u.a. "Reden kann leben retten", Caritas) kommt auf Platz zehn.

Die Aussteiger

Ernüchtert sein dürften dagegen Grabarz & Partner, Grey und Havas, die gar nicht mehr in der Spitze vertreten sind.

Hier die Übersicht:

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