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Art Directors Club
Der ADC bekommt seine erste Präsidentin

Das neue Präsidium des Kreativclubs steht: Dörte Spengler-Ahrens wurde wie erwartet zur Präsidiumssprecherin gewählt. Sie will Frauen fördern, dem ADC mehr Substanz verleihen und eine Stimme in der Politik.

Text: W&V Redaktion

2. Oktober 2020

Dörte Spengler-Ahrens und ihr Vize Claus Fischer werden den ADC in den kommenden zwei Jahren führen.
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Erwartet war das Ergebnis worden, aber eine gute Nachricht ist es doch: Am gestrigen Abend tagten die Mitglieder des ADC und sie haben in ihrer Jahreshauptversammlung - teils virtuell - Dörte Spengler-Ahrens, Geschäftsführerin Kreation und Partnerin bei Jung von Matt/Saga, zur neuen Präsidentin des Kreativclubs gewählt.

Spengler-Ahrens ist die erste Frau, die dieses Amt im ADC übernimmt. Sie selbst fände genau diesen Satz problematisch, denn bemerkenswert sein dürfe nicht, dass sie als Frau diesen Job künftig verantwortet, sondern als eine der besten Kreativen Deutschlands, die sich noch dazu seit Jahren erfolgreich für die Branche engagiert.

Seit 18 Jahren tut sie das im ADC: Spengler-Ahrens baute im Club den Bereich Seminare und Kongresse aus, kuratierte mehrere ADC-Kongresse und hatte zuletzt neben dem Sektionsvorsitz Hamburg auch das Amt der Vize-Präsidentin inne.

Mehr Frauen, mehr Relevanz, mehr Lobby

Ihre Agenda steht: "Erstens: Mehr Frauen in den ADC! Mit gezielter Ansprache, Aufnahmen. Frauen unterstützen, fördern, promoten! Zweitens: Mehr Substanz. Mehr Relevanz. Mehr Glanz für die Marke ADC. Drittens: Mehr Bewusstsein für Kreativität als Voraussetzung für Innovation schaffen. Der ADC als kreative Kraft Deutschlands, als Problemlöser, als Impulsgeber und Innovator für Wirtschaft, Gesellschaft, Medien, Politik und die eigene Branche platzieren." Und das mitten in der Corona-Pandemie.

So wählt der ADC in Zeiten von Corona.

An diesen Vorhaben wird sich die neue Präsidentin messen lassen müssen. Etabliert Spengler-Ahrens eine Quote im Club? Mehr Substanz: Kommt das Ende der Nägel-Inflation? Und kreative Kraft: Verstärkt der ADC sein politisches Engagement? Fragen über Fragen, die sich in den nächsten Wochen klären werden. Für die Branche wird es eine spannende Zeit.
 
Heinrich Paravicini wünscht seiner Nachfolgerin alles Gute. Er hatte das Amt des Präsidiumssprechers seit 2018 bekleidet. "Danke Euch allen im ADC für das Vertrauen und danke dir Dörte, dass du nun den Staffelstab übernimmst."

Das neue Präsidium

Auf der Jahreshauptversammlung haben die Delegierten gleich noch das Präsidium besetzt: Claus Fischer, Geschäftsführer VOSS + Fischer, übernimmt das Amt des Vize-Präsidenten. Sabine Cole, Chefredakteurin und Executive Creative bei Loved, folgt Anja Steinig im Fachbereich Editorial. Sascha Hanke, CCO und Co-Owner von Häppy, übernimmt von Stephan Vogel den Fachbereich Werbung. ADC-Ehrenmitglied Roland Lambrette, Gründer des Ateliers Markgraph und Rektor an der Hochschule für Künste Bremen, sitzt dem Fachbereich KIR & Event vor und folgt damit auf Cedric Ebener. Elisabeth Plass, Inhaberin von und Creative Director bei EIGA Design, wurde als Nachfolgerin von Heinrich Paravicini im Fachbereich Design gewählt.

Vera Portz, Executive Producer Tempomedia, übernimmt von Moritz Merkel als Vorstand Film & Ton. Professor Philipp Thesen, Founder Prenew und Professor für Mensch-System-Interaktion, folgt auf Alina Schlaier in der Sektion Düsseldorf. Das neue ADC-Präsidium ist damit mit mehr Frauen besetzt als das alte. Die Vorstände der anderen Fachbereiche und Sektionen wurden für weitere zwei Jahre bestätigt. Das neue Präsidium tritt sein Amt am Freitag, 2. Oktober, an.

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Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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