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Deutscher Rat für Public Relations untersucht Monsanto-Affäre

Im Skandal um geheim gesammelte Personendaten hat sich nun der DRPR eingeschaltet. Das Kontrollorgan will die Aktivitäten der PR-Agentur Fleishman Hillard unter die Lupe nehmen.

Text: W&V Redaktion

23. Mai 2019

Monsanto-Eigentümer Bayer: Wurde mit den Listen gegen Branchenkodizes in Deutschland verstoßen?
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Big Data ist nicht immer gut. Eine eigene Datenbank mit Personendaten zu befüllen, inklusive deren politische und philosophische Meinung, ist sogar ziemlich kritisch. So hatte das der Saatgutkonzern Monsanto betrieben und eine Steakholder-Liste mit Namen von politischen Persönlichkeiten erstellt. Weil darunter allein 300 deutsche Namen sind, will sich der Deutsche Rat für Public Relations dieses Falles annehmen. Als Organ der freiwilligen Selbstkontrolle des PR-Berufsfelds prüft der DRPR nun, ob mit diesen Listen gegen geltende Branchenkodizes in Deutschland verstoßen wurde.

Im Monsanto-Fall steht nämlich eine PR-Agentur unter Beschuss: Fleishman Hillard hat die Fäden im Hintergrund gezogen und für Monsanto die Namen von Glyphosat-Kritikern aus sieben Ländern in eine Datenbank gespeist. Als Konsequenz hat Monsanto-Eigentümer Bayer die Zusammenarbeit mit der Agentur in den Bereichen Communications und Public Affairs beendet. 

Der DRPR will die Aktivität der Agentur in Deutschland unter die Lupe nehmen. Mit der Prüfung will der Rat eigenen Aussagen zufolge "zu einer sachgerechten Beurteilung beitragen und in diesem wichtigen Feld notwendige Transparenz schaffen". 


Autor: Irmela Schwab

ist Autorin bei W&V. Die studierte Germanistin interessiert sich besonders dafür, wie digitale Technologien Marketing und Medien verändern. Dazu reist sie regelmäßig in die USA und ist auf Events wie South by Southwest oder der CES anzutreffen. Zur Entspannung macht sie Yoga und geht an der Isar und in den Bergen spazieren.

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