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Neukunden
DGM Kommunikation überzeugt Stenn und Moser

Die Stuttgarter BtoB-Agentur DGM Kommunikation gewinnt Neugeschäft und stellt sich damit auf breitere Beine. Die Dominanz des Top-Kunden Mercedes wird geringer.

Text: W&V Redaktion

19. Dezember 2019

CD Oliver Sommer und die Geschäftsführer Dieter Dannenmann, Holger Schmid und Denis Bachmann (v. l.) blicken optimistisch auf 2020. Schon seit etlichen Jahren hat die Agentur ihre Räume in einem Gebäude auf dem ehemaligen Bosch-Areal in der Innenstadt
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Viele Jahre lang arbeitete die Stuttgarter Agentur DGM Kommunikation vor allem für Daimler. Heute machen die Schwaben weniger als 40 Prozent des Umsatzes mit dem Stern-Konzern. Nicht, weil der Autoindustrie gerade der Wind entgegen bläst, Sparprogramme aufgesetzt und Etats gekürzt werden. Die Agentur hat in den vergangenen Wochen reichlich Neugeschäft geholt. So das Fintec Stenn mit Homebase in London und Büros in mehr als 50 Ländern. Es unterstützt Firmen bei der Durchführung internationaler Handelstransaktionen, indem es die Liquidität sicherstellt. Die Kommunikation übernimmt DGM. "Eigentlich ist es ein Start-up, bei dem viel parallel passiert. Wir haben ein schönes CI aufgesetzt, Werbemittel und Broschüren gemacht und gehen jetzt ins Digitale", erzählt Dieter Dannenmann, Mitinhaber und einer der drei Geschäftsführer der Firma.

Ein Markenauftritt für OEM-Hersteller Moser

Oder Moser Haarschneidemaschinen. Die Firma stellt seit den 50er-Jahren Aufsätze und Maschinen für den Friseur her und wurde fast ausschließlich über Fremdmarken, darunter Braun und Grundig, vertrieben. Nur im Nahen Osten und in Russland ist der Hersteller mit der eigenen Marke präsent. Das ändert sich nun. Moser kommt auf den deutschen Markt. Dafür entwickelte DGM auf Basis von Markenprozessen ein kommunikatives Grundkonzept.

Wichtiger wurde auch der Kunde Bosch. Genauer gesagt das Geschäftsfeld E-Bikes. Ein ­Bereich, der munter wächst und für den die Agentur ihr Know-how einsetzen kann, das sie viele Jahre lang mit Kunden wie B.O.C. und Focus gesammelt hat.

Seit genau 25 Jahren gibt es die inhabergeführte Agentur mit Schwerpunkt BtoB-Kommunikation. Exakt 52 Mitarbeiter zählt die Mannschaft. Rund ein Drittel sind im Projektmanagement beschäftigt und haben im weitesten Sinn mit Daten zu tun. Hinzu kommen fünf Java-Entwickler, Texter, Grafiker und im Nürnberger Büro eine Handvoll 3D-Artists. Eine ungewöhnliche Aufstellung. Aber eine passende für eine Agentur, die kreative Kommunikation offeriert, aber genauso Marketing-Software-Lösungen entwickelt und implementiert. Eben "DGM 2 in 1", wie es neuerdings bei der Agentur heißt.

Vertriebsunterstützende Kommunikation, nicht nur für Mercedes

"Es ist schwierig, uns eindeutig zu positionieren", sagt Holger Schmid, "zumal auch Contentproduktion und Software-Entwicklung eine große Rolle spielen." Sein Partner Dannenmann ergänzt: "Wir legen den Spagat hin von der CI-Entwicklung und der Markenkommunikation für einen Kunden wie den Finanzdienstleister Stenn über den Aufbau von Retail- und Marketing-Services-Plattformen wie für Mercedes-Benz bis zum Newsletterhandling für die Deutsche Bank. Wir arbeiten für viele verschiedene Konzerne, aber oft leider nur in einem kleinen, spezialisierten Segment." Was die Aufgaben fast immer eint: Es geht um vertriebsunterstützende Maßnahmen und Kommunikation.

Ein Angebot, das sich immer wieder an den Bedürfnissen der Kunden orientiert hat. Beispiel Mercedes-Benz, für die DGM vor vielen Jahren eine digitale Händlerplattform entwickelt und aufgebaut hat. Bis dahin erfolgte die Kommunikation und vor allem die Abstimmung mit den rund 600 Händlern in Deutschland händisch, per Fax. Danach stand DGM vor der grundsätzlichen Entscheidung, mehr den Weg eines Systemanbieters oder Systemhauses zu gehen oder weiter den Fokus auf Kommunikation und Content zu legen. Es blieb bei der Agentur, "auch wenn die Wertschöpfung tendenziell weniger in der Kreation stattfindet, sondern mehr im Projekt­management, in der Beratung, Systembegleitung und dem Befüllen von Systemen", so Dannenmann. DGM nutzt sein technisches Know-how für viele Kunden, so auch für den Düsenhersteller Lechler, der stolze 40 000 Produkte in seinem Portfolio hat. Sie ­sollen künftig digital verwaltet und integriert werden.

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