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ADC
Digital Experience: Erste Speaker stehen fest

Unter dem Motto "Loslassen" diskutiert die Kreativ- und Digitalbranche am 21. November in Düsseldorf über die Herausforderungen im Marketing 2019.

Text: W&V Redaktion

9. August 2019

Mit KI entstanden: Die Werbung für die ADC Digital Experience.
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Was passiert, wenn Marken nicht mehr vom Unternehmen inszeniert werden, sondern von ihren Nutzern? Die Zeiten einer One-Way-Kommunikation zwischen Marken und Konsumenten sind ja bekanntlich vorbei. Stattdessen bestimmen die Verbraucher die Botschaften der Marken.
 
Marken müssen deshalb lernen, Kontrolle abzugeben und sich auf ihre Kunden, deren Bedürfnisse und Wünsche einzulassen. Um diesen Ansatz geht es auf der ADC Digital Experience 2019. Mit welchen Strategien digitale Kommunikation und Kokreation gelingen kann, erklären die Gastreferenten am 21. November in Düsseldorf. Zumindest versuchen sie es. Als

Erste Speaker bestätigt

sind laut Veranstalter:

1) der Designer und Entwickler Tim Rodenbröker, der sich mit seinen "Programming Posters" an das Update eines Klassikers der analogen Kommunikation gemacht hat und digital OoH neu interptretiert mit Studierenden der Hochschule Rhein-Waal.
 
2) Patrick de Jong von Artificial Rome, der beim ADC im Mai für "Das Totale Tanz Theater – 100 Jahre Bauhaus" einen Grand Prix im Fachbereich "Digitale Medien" gewonnen hat.

3) Marc Sasserath, CEO von Sasserath Munzinger Plus, Unternehmer, Markenstratege, der zur Online-Befragung "Transformational Branding" spricht, die seine Agentur selbst durchgeführt hat. Rund 83 Prozent der deutschen Angestellten arbeiten demnach in Unternehmen, die sich derzeit mitten in der Transformation befinden. Er will verraten, welche Faktoren für einen gelingenden Wandel ausschlaggebend sind.
 
Außerdem besuchen Holger Grünwald (Neugelb Studios), der Augmented Reality-Experte Marc Wakefield und Leon Imas, Senior Director of Advanced Brand Expression von Adidas, den Kongress.

KI-gestützte Kommunikation

Die neue Kampagne für die ADC Digital Experience kommt von Alina Schlaier und Beatriz Prados die dafür erstmals mit künstlicher Intelligenz gearbeitet haben. Beide sind Designerinnen der Kölner Digitalagentur Denkwerk; Schlaier vertritt seit 2018 die Sektion Düsseldorf im ADC-Präsidium. Sie kuratiert mit Marc Wirbeleit, Vorstand für den Fachbereich Digitale Medien, die ADC Digital Experience.

Wie das mit der KI ging? Im ersten Schritt entwarf Pradoz eine Illustration zum Kongressmotto "Loslassen". Dann führtet Prados ihre eigene Zeichnung mit Werken berühmter Künstler wie Piet Mondrian, Wassily Kandinsky und David Hockney zusammen. Das Visual für die ADC Digital Experience entstand dann nach fünf Tagen durchgängiger Bearbeitung beider Designerinnen und über tausendfacher Iteration durch die KI. Sie ist eine Zusammenführung dieser unterschiedlichen Arbeiten.  
 
"Die ersten anderthalb Tage", erinnert sich Prados, "hat die KI überhaupt nicht das gemacht, was ich in meiner Vorstellung hatte." Sie habe ihre Bilder ganz anders interpretiert als geplant. "Erst als ich meine Vorstellungen losgelassen habe und mich auf die KI eingestellt habe, konnte ich richtig gut mit ihr zusammenarbeiten", sagt die Illustratorin.
 
Alle Informationen zur Veranstaltung unter adc.de/digital-experience.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

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