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Globale Kampagne
Erste Arbeit von 72andSunny Amsterdam für Fanta

Spiel und Spaß sind die Markenzeichen von Fanta. Sie übersetzt 72andsunny Amsterdam in eine neue Kampagne, die ein Herz für Idioten hat. Dabei sind sie weniger dumm als vielmehr eigenwillig, kreativ und besonders.

Text: W&V Redaktion

9. März 2020

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"In the Name of Play" taufte 72andSunny Amsterdam die jüngste Kampagne für die Softdrink-Marke Fanta. Es ist die erste Arbeit der Niederländer für die gelbe Limo aus dem Coca-Cola-Imperium. Sie sind nicht die ersten, die die Dummheit hochleben lassen. Schon 2010 warb Diesel mit "Be Stupid" (Agentur: Anomaly).

Die Kreativen haben die Protagonisten wie Sportheroen inszeniert, dabei geht es denen nicht um Hochleistung, sondern um den Zeitvertreib. Die Agentur hat hunderte Online-Videos gesichtet, um den richtigen Mix an Leuten zu finden. Die Filme produzierte Biscuit, die Regie lag bei Jeff Low.

Die Kampagne soll ein Jahr lang laufen, außer Online noch via Out-of-Home, insbesondere an Standorten, die mit Langeweile verbunden werden, wie Bushaltestellen. Der erste Rollout erfolgt in Spanien, Portugal und Norwegen, in einigen Monaten ziehen Deutschland, Frankreich, Irland, Schweden und andere nach. 

"Fanta's In The Name of Play-Kampagne soll die Welt ermutigen, mehr zu spielen", sagt Walter Susini, Coca-Colas Marketingchef für Europe, den Nahen Osten und Afrika. "Und zwar nicht irgendein Spiel, sondern ein zweckfreies Spiel, das keinen anderen Sinn hat, als gut zu unterhalten." Die Forschung zeige, dass solche Art des absichtslosen Zeitvertreibs die Menschen glücklicher mache, kreativer und umgänglicher. "Außerdem macht es Spaß, also was sollte dagegen sprechen?", so Susini.

Der Hero-Spot ist zwar echter Klamauk, aber die Kampagne hat auch einen ernsten Kern. Dazu hat sie sich von dem Verhaltenswissenschaftler und Autor Paul Martin beraten lassen. Er wurde durch sein Buch Making Happy People bekannt.

"Spiel ist nicht einfach Spaß, sondern essenziell für unsere menschliche Entwicklung", sagte Martin zum Launch der Kampagne. "Es gibt biologische Gründe dafür. Spielen hat wichtige, positive Langzeitwirkungen, auch wenn diese nicht immer offensichtlich sind. Spiel ist eine Methode, um aktiv neue Erfahrungen zu machen und geistige, körperliche und soziale Skills zu erwerben. Spiel macht nicht einfach nur Vergnügen, es tut uns extrem gut."


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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