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Corona-Krise
Forrester prophezeit Agenturwelt düstere Zeiten

Das Covid-19-Virus gefährdet nicht nur Menschenleben, sondern auch Jobs. Allein in den Vereinigten Staaten sollen einer Prognose von Forrester zufolge 52.000 Stellen der Corona-Pandemie zum Opfer fallen.

Text: Anonymous User

4. Juni 2020

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Das Marktforschungsinstitut Forrester malt für die amerikanische Agenturbranche ein düsteres Zukunftsbild. Den Prognosen zufolge werden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie 35.167 Agenturmitarbeiter ihre Jobs verlieren. Weitere 16.758 Stellen sollen 2021 dem Rotstift zum Opfer fallen. Insgesamt haben den Berechnungen von Forrester zufolge in den USA mehr als ein Dutzend Agenturen und Adtech-Firmen Entlassungen vornehmen müssen. Weltweit sollen die Zahlen noch verheerender ausfallen. Allein in den sieben größten Agentur-Holdings sollen 49.695 Stellen gestrichen werden.

Allerdings sind nicht alle Agenturtypen gleichermaßen betroffen. Während in Kreativagenturen durchschnittlich 15 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden mussten, waren es in Digital- und Media-Agenturen nur sieben Prozent. Dieser Umstand werde laut der Auguren den "strukturellen Wechsel in Agenturen beschleunigen" und dazu führen, dass die Grenzen zwischen Kreation, Media und Digital noch stärker verschmelzen, prognostizieren die Auguren.

"Für Agenturen gibt es aktuell sehr schlechte Aussichten", kommentiert Forrester-Marktforscher Jay Pattisal die Ergebnisse. Die Branche solle sich auf zwei Jahre negatives Wachstum einstellen. Und die rückläufigen Marketing-Spendings würden zu einer signifikanten Reduktion der Mitarbeiterzahlen führen.

Auch nach der Corona-Pandemie sieht Forrester nur eine leichte Entspannung der Lage. Die Mitarbeiterzahlen in den Agenturen werden nicht mehr auf das Niveau vor Corona ansteigen, glaubt Studienautor Jay Pattisal. Marketing-Manager müssten sich darauf vorbereiten, künftig auf weniger Agentur-Ressourcen zurückgreifen zu können. Das allerdings mache es schwer, in der Erholungsphase wieder die alten Wachstumskurven zu erreichen. Deswegen sollten CMOs nach Technologien Ausschau halten, die sie bei Insights und Analysen unterstützen. "Ich spreche natürlich nicht davon, Menschen durch Maschinen zu ersetzen", sagt Pattisal. "Aber man sollte Maschinen nutzen, um den Agenturen zu helfen und den vielen Talenten, die es dort immer noch gibt."

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Autor: W&V Redaktion

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