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Mediaagenturen
GroupM setzt auf Recma-Konkurrenten

Die weltweit führende Mediaagenturgruppe GroupM setzt auf eine neue Branchenwährung und baut ihre Zusammenarbeit mit dem Marktforscher Comvergence aus.

Text: W&V Redaktion

7. Februar 2019

Die GroupM lässt ihre Billings weltweit von Comvergence errechnen.
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Die Mediaagentur-Gruppe GroupM baut ihre Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Comvergence aus. Ab sofort lassen die Mediaagenturen des Werbekonzerns WPP ihre weltweiten Umsatzzahlen vom Pariser Marktforscher zusammenrechnen.

Der globale Media-Marktführer, zu dem die Agenturen Mediacom, Mindshare, Wavemaker und Essence gehören, stützt damit eine neue Branchenwährung, die seit einigen Jahren den jahrzehntelang etablierten Zahlen des Pariser Recma-Instituts Konkurrenz macht. Der ebenfalls in Paris ansässige Marktforscher Comvergence wurde 2016 vom ehemaligen Recma-Manager Oliver Gauthier gegründet.

Wie die Recma errechnet auch Comvergence, wie viel Werbegeld die einzelnen Agenturen und Agentur-Gruppen im Auftrag ihrer Kunden betreuen, allerdings mit einer anderen Methode. Die GroupM hatte den Neuling von Beginn an unterstützt und das Institut jedes Jahr Reportings zu weiteren Märkten erstellen lassen.

GroupM lobt "offenen Ansatz"

Die Mediaagentur-Holding betont in seiner Mitteilung die Transparenz der Comvergence-Methode. Der Zahlen-Spezialist verfolge einen "offenen Ansatz", lobt Elizabeth McCune, Global Chief Growth Officer der GroupM. "Unsere Branche braucht in diesem Bereich wirklich einen klaren Fokus auf Genauigkeit und Transparenz." Comvergence will seine Analysen für die GroupM künftig durch einen unabhängigen Auditor überprüfen lassen.

Laut Comvergence-Rechnung betreute die GroupM 2018 weltweit Kundengelder in Gesamthöhe von 45,12 Milliarden Dollar und kam auf einen Marktanteil von 28,8 Prozent.

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