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GWA-Frühjahrsmonitor
GWA-Agenturen klagen über schlecht organisierte Kunden

65 Prozent der GWA-Agenturen beklagen negative Einflüsse von Kundenseite aufgrund unabhängig agierender Silos. Nur 27 Prozent erkennen einen positiven Beitrag seitens der Marketingabteilungen im Hinblick auf eine effektive Kampagnenentwicklung.

Text: W&V Redaktion

14. März 2017

Führt den Gesamtverband Kommunikationsagenturen: GWA-Präsident Wolf Ingomar Faecks.
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Die GWA-Mitgliedsagenturen haben ihren Umsatz 2016 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 3,8 Prozent gesteigert. Das ergibt sich aus dem an diesem Dienstag (14.3.) veröffentlichten Frühjahrsmonitor des Verbandes. Ein Jahr früher hatte das Umsatzplus noch bei 6,5 Prozent gelegen. Trotz des deutlich abgeschwächten Wachstums erwarten aber knapp zwei Drittel der befragten Agenturen auch für das laufende Jahr eine Umsatzsteigerung. 

Besorgniserregender sind freilich diese Zahlen: 65 Prozent der befragten Agenturen beklagen negative Einflüsse von Kundenseite aufgrund unabhängig agierender Silos. 48 Prozent stimmen der These zu, dass Agenturen mehr und mehr Organisationsberatung für ihre Kunden mit übernehmen müssen. Nur 27 Prozent der Befragten erkennen einen positiven Beitrag seitens der Marketingabteilungen im Hinblick auf eine effektive Kampagnenentwicklung.

Erstmals wurde im Rahmen des Branchenbarometers nach dem Umsatzanteil gefragt, der auf das Konto von Kommunikationsmaßnahmen für Produktinnovationen geht: Der liegt demnach bei 23 Prozent des Gesamtgeschäfts der Agenturen. Mit Blick auf die Rendite erwarten die GWA-Mitglieder im laufenden Jahr eine leichte Verbesserung von 9,9 auf 10,2 Prozent.

Der GWA-Frühjahrsmonitor wurde in Kooperation mit dem Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehen Ernst & Young erhoben. An der Befragung nahmen in diesem Jahr 69 Agenturen teil.

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