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Kreation des Tages
Im Netz gibt's den Sarg mit Humor

Dafür wirbt Online-Bestatter Mymoria mit der Newcomer-Agentur Theo. Auch geht es darum, das Thema Tod aus der Tabuzone zu holen.

Text: W&V Redaktion

27. März 2019

Ein Tabu brechen soll die Theo-Kampagne für Mymoria.
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Nein, das ist keine britische Kampagne. Auch wenn der schwarze Humor an England denken lässt. Hinter diesen Werbemotiven steckt das digitale Bestattungshaus Mymoria, das sich dazu entschieden hat, das Thema Tod und Bestattung zusammen mit der Newcomer-Agentur Theo des Ex-Heimat-Creative-Director Markus Rieser augenzwinkernd anzugehen.

Mit einer aktuellen Anzeigenkampagne in Printmedien wirbt der Online-Bestatter für die Planung von Bestattungen von zu Hause aus und einen leichteren Umgang mit dem Thema Tod. "Sechs verschiedene Motive sollen die Leser überraschen und Traditionen und angewöhnte Verhaltensweisen infrage stellen", heißt es dazu von der Agentur. Im Netz bei Mymoria gibt's den Sarg eben mit Humor.

So wird der Hinweis "Sie buchen Ihre Reise online, warum nicht auch die letzte?" bebildert mit der Illustration eines für den Urlaub bepackten Leichenwagens. Die Kampagne spiele damit, "traditionelle Symbole mit den heutigen Bedürfnissen bei Bestattungen zu verbinden", heißt es. Im Vordergrund stehen laut Agentur "Kostentransparenz und die Vorsorge, die Mymoria mit seinem Online-Angebot erstmals in den Bestattungsmarkt bringt". 

Dieses Motiv zeigt einen Grab-Kranz aus Geldscheinen ...

 

Markus Rieser, in Berlin bei Theo Creative Director und Geschäftsführer, sieht vor allem im Bruch mit dem Tabu "Über den Tod spricht man nicht" die besondere Herausforderung. Der Kreative: "Mit der Digitalisierung öffnet Mymoria diese äußerst traditionelle und schwierige Branche, weshalb wir in den Motiven bewusst für Menschen bekannte Elemente aufgreifen, ihnen aber gleichzeitig visuell sowie inhaltlich eine zeitgemäße Bedeutungen geben."

Die aktuellen Anzeigen bezeichnet Theo als Teil von "Mymorias Gesamtstrategie, das Thema Tod aus der Tabuzone zu holen und in der Gesellschaft einen normalen Umgang damit zu erreichen". Neben diversen Onlinemarketing-Maßnahmen nutzt das Unternehmen immer wieder die "alten" Medien, um seine Botschaften gezielt zu verbreiten. In diesem Fall Print. 

Björn Wolff, Gründer und Geschäftsführer des 2015 gegründeten Berliner Unternehmens, sagt über die Strategie: "Wir müssen beim Thema Tod provozieren, um das Tabu zu durchbrechen und zum Betrachter durchzudringen. Einfach nur zu sagen, wir sind Mymoria und bei uns können Sie online Bestattungen planen, reicht nicht. Unser Motto #wirsprechendrueber zieht sich durch unsere gesamte Kommunikation, um zu zeigen, wie normal es eigentlich ist."

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