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Jahresbilanz
Interpublic meldet 6,5 Prozent weniger Umsatz

Die Agenturholding kommt bisher mit einem blauen Auge durch die Krise: Interpublic hat 2020 gut acht Milliarden Dollar umgesetzt. Der Gewinn brach wegen immenser Restrukturierungskosten ein.

Text: W&V Redaktion

11. Februar 2021

Philippe Krakowsky (Foto) übernahm zum Jahreswechsel die Nachfolge des langjährigen Interpublic-CEO Michael Roth.
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Der von Interpublic für das Gesamtjahr gemeldete Nettoumsatz von 8,06 Milliarden US-Dollar entspricht einem Rückgang um 6,5 Prozent im Vergleich zu 2019. Wesentlich mehr weh tut der Agenturgruppe jedoch der Einbruch beim Jahresergebnis: Der Nettogewinn (351 Millionen US-Dollar) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (656 Millionen Dollar) beinahe halbiert. Ursache hierfür sind die immensen Restrukturierungskosten in Höhe von über 400 Millionen Dollar. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft lag im vergangenen Jahr bei 588 Millionen Dollar (2019: 1,09 Milliarden Dollar). Ohne die Restrukturierungkosten liegt die Ebita-Marge (in Bezug auf den Nettoumsatz) bei 13,5 Prozent.

Krakowsky spricht von "herausfordernden Bedingungen"

"Unser Fokus liegt weiterhin darauf, die Auswirkungen der Corona-Krise auf unsere Kunden, unser Geschäft und vor allem auf unsere Mitarbeiter abzumildern", sagt der neue Interpublic-CEO Philippe Krakowsky. "Unter herausfordernden Bedingungen verzeichneten wir ein solides viertes Quartal, insbesondere in den USA, und eine Gesamtjahresleistung, mit der wir uns erneut an der Spitze des Branchensektors bewegen."

Die Interpublic-Gruppe will 2021 wieder wachsen

Mit Blick auf 2021 gibt sich Krakowsky zuversichtlich: "Auch wenn der Ausblick auf das Gesamtjahr aufgrund der außergewöhnlichen makroökonomischen Umstände schwierig bleibt, gehen wir davon aus, dass wir im Laufe des Jahres zu einem positiven organischen Wachstum zurückkehren und für das Gesamtjahr 2021 ein Wachstum im Einklang mit der Branche erzielen werden."

Zur Interpublic-Gruppe mit Hauptsitz in New York gehören weltweite Agenturmarken wie IPG Mediabrands, McCann Worldgroup, R/GA, FCB, Mullen Lowe Group, MRM, The Martin Agency, Deutsch, WeberShandwick, Golin, Momentum Worldwide und Futurebrand.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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