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Soforthilfe
Justin Billingsley wird Global-CMO von Publicis

Ex-Publicis-Deutschlandchef Billingsley soll den Kunden der Agenturgruppe durch die Krise helfen und damit auch der Agentur selbst. Dafür soll der Manager unter anderem neue Agenturmodelle bauen.

Text: W&V Redaktion

24. April 2020

In seinen neuen CMO Justin Billingsley (Bild) setzt Arthur Sadoun, CEO der Publicis-Gruppe, große Hoffnungen.
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Die Stelle ist neu: Justin Billingsley wird Global Chief Marketing Officer der Publicis Group. Er soll sich, wie die Agentur mitteilt, vor allem darum kümmern, weltweit standort- und disziplinübergreifend die Angebote der Gruppe - Publicis Communications, Publicis Media, Publicis Sapient - mit ihren 83.000 Angestellten zu vermarkten. Konkret zu seinen Aufgaben gehören:

  • Produktentwicklung: Billingsley soll für die Kunden der Agentur Produkte identifizieren, die skalierbar sind und ihnen so zu Wachstum verhelfen.
  • Transformation: Er wird mehr individuelle Betreuungsmodelle für Kunden schaffen.
  • Neugeschäft: Justin Billingsley schafft neue Kunden heran und baut das Bestandskundengeschäft aus.
  • PR und Kommunikation: Und er kümmert sich um die Kommunikation, extern wie intern.

Tatsächlich hat die Ernennung viel mit der aktuellen Situation um die Coronakrise zu tun. Arthur Sadoun, CEO der Agenturgruppe, scheint in Billingsley, einem altgedienten Publicis-Mann, und seinem Team eine Art schnelle Einsatzgruppe zu sehen, die alle Kräfte bündelt, um die Kunden durch die Pandemie zu navigieren. Wie alle Werbeholdings leidet Publicis stark unter den weltweiten Restriktionen, die dazu dienen sollen, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. CEO Arthur Sadoun will 2020 weltweit rund 500 Mio. Euro einsparen.

Retter in der Not

Justin Billingsley scheint der geeignete Mann dafür. Er kennt Publicis seit Jahren, ist gut vernetzt. Billingsley war bis jetzt CEO der DACH-Region mit Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unter ihm hat Publicis wichtige Kunden gewonnen wie Mercedes-Benz (Emil) und Nivea (One Touch), für die der Werber maßgeschneiderte Agenturmodelle aufsetzte, die Data, Kreation und Technologie kombinieren. Die Publicis-Gruppe hat in der Vergangenheit bereits mehrere solcher Customized-Agenturen für Kunden aufgesetzt.

Außerdem hat er Erfahrung auf Kundenseite. Denn vor Publicis war Billingsley in verschiedenen Ländern der Welt in leitenden Marketingpositionen für Marken wie Orange, Nokia und Coca-Cola tätig.

"Justin verfügt über einzigartige Fähigkeiten und Erfahrungen, um diese neue Rolle in unserer Organisation zu übernehmen, insbesondere in dieser Zeit tiefgreifender Veränderungen", sagt sein Chef Sadoun, an den Billingsley berichtet.

Alter Publicis-Recke

Justin Billingsley bleibt Mitglied des Managementkomitees der Publicis Groupe und übernimmt die Rolle des Global CMO zusätzlich zu seinen derzeitigen Aufgaben als Vorsitzender von Publicis Emil (Mercedes-Benz) und Publicis One Touch (Nivea).

Vor gut zehn Jahren wechselte Billingsley von Kundenseite zu Publicis und zwar als CEO für Saatchi & Saatchi Greater China. Er kehrte später nach Großbritannien zurück, wo er bei Saatchi & Saatchi eine Reihe von Führungspositionen inne hatte, bevor er zum Global COO für Publicis Communications ernannt wurde, als Publicis mit seiner "Power of One"-Initiative im Jahr 2015 für sich eine neue, integrierte Struktur einführte.

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Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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