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Gastbeitrag von Alexander Böttcher
KI kann bald jeder: Die 5 besten OMR-Learnings

Bisher war der Zugang zu künstlicher Intelligenz spezialisierten Entwicklern vorbehalten. Aber die Zeiten ändern sich, weiß Alexander Böttcher, Digitalchef von Avantgarde.

Text: W&V Redaktion

9. Mai 2019

Alexander Böttcher ist Chief Digital Officer von Avantgarde in München.
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Auf den diesjährigen Online Marketing Rockstars in Hamburg traf sich wieder einmal die Crème de la Crème des Online-Marketings. Zwei Tage lang feierte sich die Branche selbst.

Bei einem Thema waren sich alle einig: Ohne künstliche Intelligenz dreht sich die Marketingwelt nicht weiter. Auch wir von Avantgarde waren vor Ort in Hamburg und haben die nachfolgenden Learnings mit nach München gebracht:

1. Automatisierung ist nicht die Zukunft

Auch wenn sie aktuell gerade in aller Munde ist – Automatisierung ist keine Zukunftsmusik, sondern schon längst Status quo. Chatsysteme übernehmen Kundenkommunikation und Bidding-Systeme steuern und optimieren Digitalkampagnen sehr viel besser als der geübte Marketer es kann. Was (Online)-Marketing braucht, sind innovative Schnittstellen, um Automatisierung im gesamten Markenerlebnis holistisch zu integrieren.

2. Wer sich neuen Technologien verweigert, wird verlieren

Ob künstliche Intelligenz oder Blockchain – Marken kommen daran nicht mehr vorbei, wenn sie bis zum Konsumenten durchdringen wollen. Neue Tools und Technologien ermöglichen einen bisher ungeahnten Zugang zu Konsumenten. Beispielsweise generierte die Modemarke Threads über Chatsysteme wie WhatsApp und Wechat im Jahr 2018 einen beträchtlichen Umsatz in Millionenhöhe, ohne dass dabei ein Mensch in der Kommunikation involviert war.

3. Ohne künstliche Intelligenz geht gar nichts mehr

2020 wird das Jahr der künstlichen Intelligenz: Egal ob Online-Marketing, E-Commerce, Offline to Online, HR, PR oder Prozess-Entwicklung – künstliche Intelligenz wird alle Bereiche dominieren. Getrieben durch internationale Marken und großartige Cases aus Amerika und China, können wir uns dem Trend in Deutschland nicht verweigern. Um auch weiterhin ein Stück vom Kuchen abzubekommen, müssen wir in Deutschland schnell lernen und mitwachsen.

4. Neue Technologien werden zugänglicher

Bisher schien der Zugang zu künstlicher Intelligenz, Deep und Machine Learning nur spezialisierten Entwicklern vorbehalten. Die Branche befindet sich jedoch im Umbruch: Durch Out-of-the-Box Systeme wie "Drag'n'Drop" können auch Ungeübte sich mit der Materie beschäftigen und künstliche Intelligenzen aufbauen.

5. Branchenuntypische Marken suchen die digitale Nähe

Klassische Offline-Marken wie Audi, Melitta, Heineken und Alpecin waren auf den diesjährigen OMR auffallend präsent. Sie zeigten, wie sehr sich die gesamte Industrie in einem Transformationsprozess befindet. Über die neuen Technologien versuchen sie, Anschluss zu finden und in neue Sphären vorzudringen. Audi platzierte sich beispielsweise durch den neuen E-tron mit der Botschaft, wie Technologie und Mobilität miteinander einhergehen können.

Über den Gastautor:

Alexander Böttcher ist Chief Digital Officer von Avantgarde. Die Brand-Experience-Agentur aus München wird vom 4. bis 6. Juni auch bei der "Munich Marketing Week" vertreten sein.

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