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Firmenkultur
Kolle Rebbe: So geht es nach dem Tod des Gründers Stefan Kolle weiter

Nach dem überraschenden Tod des Gründers Mitte September hat sich die Agentur einen Trauerberater an die Seite geholt. Die verbliebene Geschäftsführung demonstriert nun Kontinuität und präsentiert neue Kunden und Mitarbeiter.

Text: W&V Redaktion

29. November 2017

Die aktuelle Geschäftsführung von Kolle Rebbe: Stefan Wübbe (Kreation), Lennart Wittgen (Beratung), Kai Müller (Finanzen), Ralph Poser (Strategie), Andreas Winter-Buerke (Beratung) und Fabian Frese (Kreation) (v.l.n.r.).
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Nach dem überraschenden Tod von Gründer Stefan Kolle Mitte September musste sich die Hamburger Agentur Kolle Rebbe neu finden. Vergangene Woche haben die Geschäftsführer W&V und Horizont zum Pressegespräch geladen und darüber gesprochen, wie es für eine der bedeutendsten und größten inhabergeführten Agenturen in Deutschland ohne den Gründer künftig weitergehen soll.

Die Hauptanteile an der Agentur hält seine Witwe Sigrid Kolle. Zwar ist sie in alle Entscheidungen eingebunden, Operatives allerdings will sie anderen überlassen. Die restlichen Firmenanteile teilen sich die sechs verbliebenen Geschäftsführer Andreas Winter-Buerke (GF Beratung), Lennart Wittgen (GF Beratung), Ralph Poser (GF Strategie), Kai Müller (GF Finanzen), Fabian Frese (GF Kreation) und Stefan Wübbe (GF Kreation) mit sechs weiteren Mitarbeitern, die an der Agentur beteiligt sind. Co-Gründer Stephan Rebbe hat seine Anteile nach seinem Ausstieg komplett abgegeben.

"Stefan hätte gewollt, dass wir jetzt nicht ständig fragen, was er in einer bestimmten Situation getan hätte. Sondern, dass wir uns fragen, was wir tun wollen", sagt Finanzchef Kai Müller. Trauerarbeit hat die Agentur bis heute dennoch permanent zu leisten, und hat sich dazu unmittelbar nach Kolles Tod einen professionellen Trauerberater an die Seite geholt, der auf Firmen und Konzerne spezialisiert ist. Die beiden Kunden, die Stefan Kolle noch operativ in der Kreation betreut hat - Krombacher und Kaldewei - übernehmen künftig die beiden Kreativgeschäftsführer Fabian Frese beziehungsweise Stefan Wübbe.

Etat von HeyCar gewonnen

Die zwei vergangenen Jahre waren die erfolgreichsten in der Unternehmensgeschichte der 1994 gegründeten Agentur Kolle Rebbe. Heute beschäftigt sie in der Hamburger Speicherstadt 294 Mitarbeiter und kann auch nach dem Tod des Gründers neue Erfolge melden. So sicherte sich die Agentur beispielsweise nach einem Pitch kürzlich den Etat der Volkswagen-Gebrauchtwagenbörse HeyCar, die von 2018 an Geld für Werbung in den klassischen Medien in die Hand nehmen will. Außerdem betreut Kolle Rebbe unter anderem den Social-Media-Etat von Apple Music Deutschland neu. Die Designabteilung Korefe hat Projekte für die Münchner Philharmoniker und Melitta gewonnen.

Außerdem holt Kolle Rebbe den Kreativen Martin Terhart als neuen Bodenleiter Kreation. Der 39-jährige war bislang CD bei 180 Amsterdam und soll sich bei Kolle Rebbe unter anderem um die Kunden Audi, O2, Aktion Mensch, Hansgrohe, Rauch Fruchtsäfte und Ritter Sport kümmern. Die Rolle der Bodenleiter soll der Geschäftsführung zufolge künftig noch wichtiger werden.

Ingesamt zeigt sich die Agentur ausgeglichen und gut auf die neue Situation eingestellt.

Mehr über die Zukunft von Kolle Rebbe, wer künftig die repräsentative Rolle nach außen übernimmt und die Gerüchte über einen potenziellen Verkauf der Agentur lesen Sie in der kommenden Ausgabe der W&V (49/2017, Erscheinungstermin: 4.12.2017)

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