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Peng! Kollektiv
Künstlergruppe ruft Werber zur Sabotage auf

Adblocker der besonderen Art: Eine Künstlergruppe aus Berlin ruft Agenturmitarbeiter zum Leaking vertraulicher Kampagnenunterlagen auf.

Text: W&V Redaktion

25. April 2019

Peng zeigt, wie es geht: Alle Unterlagen auf einen Stick und dann auf die Leaking-Plattform hochladen.
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Über die Leaking-Website www.adblockers.de sollen Werber vertrauliche Unterlagen zu geplanten Kampagnen an "Adbusting-Gruppen" weitergeben. Die sollen dann eine wirkungsvolle Gegenkampagne starten - mit dem Ziel, unethische Kampagnen unschädlich zu machen.

Konkret richtet sich die Aktion des Berliner Peng! Kollektivs gegen diskriminierende Bildsprache, Greenwashing und "Konsumerismus". Werber sollen darin bestärkt werden, kritisch über ihre Arbeit und die besondere Verantwortung der Branche nachzudenken.

"Während alle Welt über Fake News spricht, wird kaum über die Rolle der Werbeindustrie nachgedacht", sagt Jona Ziegler, Sprecher der Kampagne. Er wirft der Werbung Manipulation vor: "Fernab aktueller Debatten über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Geschlechterrollen bedient sich Werbung noch immer stereotypisierter Rollenbilder und stärkt die Wegwerfgesellschaft."

Im Film zu der Aktion zitiert die Künstlergruppe die vielfach kritisierte Fahrradhelm-Kampagne des Verkehrsministeriums und die "Frühlingsduft"-Kampagne von Hornbach.

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