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Minack tritt nicht mehr an
Larissa Pohl will GWA-Präsidentin werden

GWA-Präsident Benjamin Minack will bei den Vorstandswahlen im November nicht erneut antreten. Nach sechs Jahren endet damit im November seine Amtszeit. Jetzt will sich Larissa Pohl zur Wahl stellen.

Text: W&V Redaktion

9. September 2021

Präsidentin in spe: Larissa Pohl
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Sechs Jahre war er insgesamt dabei. Jetzt stellt Benjamin Minack, Gründer und CEO der Agenturgruppe Ressourcenmangel, seinen Posten als Präsident des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA zur Verfügung. Er war sechs Jahre im Vorstand, davon zwei Legislaturperioden Präsident. Seine Nachfolge soll nach vier Jahren Larissa Pohl antreten, die derzeitige Vizepräsidentin, die im Vorstand das Ressort "Gleichstellung, Diversität & Inklusion" vertritt. Pohl führt als CEO die Geschäfte der Agentur Wunderman Thompson.

"Der Verband ist dank des Einsatzes des gesamten Vorstands sowie der Geschäftsstelle so schlagkräftig, divers und attraktiv wie nie zuvor", bilanziert Minack seine eigene Amtszeit. "Und es ist schon jetzt ein guter Zeitpunkt, dem Team der Geschäftsstelle und meinen Vorstandskolleg:innen für die tolle und fruchtbare Zusammenarbeit zu danken." Auf ihn selbst warteten jetzt aber andere Aufgaben. Minacks Agentur ist in den vergangenen Jahren, insbesondere in der Pandemiezeit, stark gewachsen. Die Digitalagentur der Hirschen-Gruppe fordert jetzt Minacks Konzentration. Und zwar "zu 100 Prozent", wie er sagt.

Eine gute Bilanz

Larissa Pohl, die sich am 24. November den Mitgliedern zur Wahl stellt, übernimmt einen geordneten Verband. In der Zeit von Minacks Präsidentschaft ist der GWA auf 131 Mitglieder angewachsen; 50 Agenturen sind in seiner Amtszeit eingetreten. Dabei ist der Verband auch offener geworden: Es sind neben den Kreativagenturen PR-, Media-, Influencer-, Marketing-, Event-, Design- und zahlreiche andere Spezialagenturen eingetreten.

Seine politische Arbeit in Berlin hat der Agenturenverband in den vergangenen Jahren ebenfalls intensiviert, was einst abtrünnige Mitglieder wie Serviceplan wieder zurück in den Verband gebracht hat. Hier eine Bilanz zu Minacks Kandidatur 2019. Außerdem hat der GWA zu den verschiedensten Themen branchenintern Initiativen lanciert, die den eigenen Mitgliedern zugute kommen. Es ging da ums Geschäftsmodell Agentur, Diversity und Gleichstellung, den Austausch der Agenturen und Branchenverbände untereinander.

Profilierte Nachfolge

Um Nachwuchs für die Agenturwelt zu gewinnen, ist der GWA Kooperationen mit Hochschulen eingegangen, hat Kontakte zu Professor:innen geknüpft, ein Azubi-Programm aufgesetzt, die Eventreihe "Kickstart" für Studierende sowie kürzlich einen U30-Beirat aus der Taufe gehoben.

Und natürlich vergab der Verband weiterhin den branchenrelevanten Effie, der die Effektivität von Kampagnen würdigt. Nie zuvor habe es so viele Einreichungen gegeben wie in den Jahren 2020 und 2021, was auch daran gelegen haben mag, dass die Einreichungen in der Corona-Zeit zumindest 2020 kostenlos waren. Um Agenturen zu unterstützen, hat der GWA einiges getan: Es gab Austausch-, Support- und Beratungsangebote auch für Nichtmitglieder.

Larissa Pohl übernimmt jetzt die Verantwortung. Sie wäre bereit, wenn sie gewählt wird. "Sie ist eine der profiliertesten Akteur:innen unserer Branche", lobt Minack. "Vor ihrer integrativen Leistungsfähigkeit und analytischen Kraft habe ich viel Respekt. Ihre tiefe Kenntnis der wirtschaftliche Zusammenhänge unseres Geschäfts und ihre Ideen zur Zukunft der Agenturen machen sie zu einer besonderen Impulsgeberin."


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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