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UX-Design
"Man streitet nicht mehr über Geschmack"

Felix van de Sand übersetzt Markenwerte und Markencharakter in konkrete Design-Richtlinien. Digitales Design wird damit objektiv.

Text: W&V Redaktion

26. Juni 2018

Felix van de Sand appelliert an die Sorgfaltspflicht der Marken.
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Über Design braucht man nicht streiten, sagt Felix van de Sand. Denn man könne jedes Pixel, das ein Designer digital entwirft, auf den Markenwert des Kunden zurückführen. Dafür hat der Gründer der UX-Agentur Cobe einen eigenen Code entwickelt, der Markenwerte in fixe, objektive Design-Richtlinien übersetzt. Langwierige Geschmacksdiskussionen mit dem Kunden würden damit überflüssig.

"Wir schauen uns viel bei der Verhaltensökonomie und den Neurowissenschaften ab. Wie wir das Produkt gestalten - mit Farben, Formen und Typographie, mit der Art seiner Bewegung aber auch mit dessen Tonalität  - lösen wir unterbewusst Assoziationen aus. Wir nennen das 'mentales Konzept'." Gemeinsam mit der Technischen Universität Ingolstadt arbeitet van de Sand an der Validierung der Design-Codes für einzelne Assoziationen.

Sein Konzept betrifft nicht nur, wie das Produkt digital dann aussieht, sondern auch, wie es spricht. Van de Sand: "Alle smarten Produkte bekommen eine Persönlichkeit, die ich aus der Marke heraus ableiten muss." Ein Kühlschrank darf also schon mal fürsorglich bervormunden, wohingegen das Thermostat eher als Kumpel agiert.

Mehr dazu im Interview  in der aktuellen Ausgabe 26 der W&V. Jetzt hier bestellen ...

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