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HH2O-Gruppe
Nordpol-Mutter steckt im Sanierungsverfahren

Sanierung in Eigenverwaltung: Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat am 1. April ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der HH2O-Gruppe eröffnet.

Text: W&V Redaktion

11. April 2019

Nordpol-Führungsmannschaft auf dem Dach der Hamburger Agentur (Foto von 2014).
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Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat den Anträgen der Geschäftsführung auf Eigenverwaltung stattgegeben und den Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff von der Kanzlei BBL zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Die HH2O-Gruppe ist die Muttergesellschaft der Hamburger Agenturen Nordpol, Interpol und i/Pol.

Grund für die wirtschaftliche Schieflage sind in erster Linie die enormen Investitionsverluste im Zusammenhang mit dem Immobilienprojekt "Erweiterung des Bunkers Heiligengeistfeld" in Hamburg.

Im Rahmen des Sanierungsprozesses möchte die Geschäftsführung die Entflechtung der Gruppe vorantreiben und sich von den betroffenen Geschäftsfeldern trennen, heißt es in einer Mitteilung der Agentur. So soll der Fortbestand der Agentur Nordpol - und damit das profitable Kerngeschäft - langfristig gesichert werden. Den Kunden stünden alle Leistungen weiter uneingeschränkt zur Verfügung. Ebenso die vertrauten Ansprechpartner für Kunden, Mitarbeiter und Dienstleister.

Klar ist aber: Die Gesellschafterstruktur der Agentur muss neu geordnet werden. Entsprechende Verhandlungen mit möglichen Kooperationspartnern sind bereits in vollem Gange.

Der Agentur-Mitgründer Mathias Müller-Using will Nordpol verlassen, sobald die Pläne umgesetzt sind und die Sanierung abgeschlossen ist.

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