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Wechsel auf Kundenseite
Peter Prislin wird CMO von Hans im Glück

Der Werber hatte sich erst 2016 mit Woran Wir Glauben selbstständig gemacht. Systemgastronomie hat Peter Prislin immer fasziniert, schon bei Heye. Da kam das Angebot, in die Chefetage zu gehen, gerade recht.

Text: W&V Redaktion

29. Oktober 2018

Peter Prislin stellt alles in Frage, muss aber mit einem bescheidenen Budget auskommen.
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Groß Aufhebens hat Peter Prislin bislang nicht darum gemacht, dabei wäre das doch eigentlich sein Job. Nicht Prislin. Der Mann liefert lieber erst. Schon seit Juli führt er das Marketing der Burgerkette Hans im Glück in München. Als Geschäftsführer Marketing und Kommunikation verantwortet er die Außendarstellung der Marke auf den Burgergrillflächen wie im Netz.

Ein bisschen merkwürdig ist das schon. Denn Prislin hatte sich nach seiner Zeit bei Heye 2016 ganz dezidiert für einen Neustart als Unternehmer entschieden und mit dem Kollegen Thomas Pakull die Agentur Woran Wir Glauben gegründet. Keine klassische Werbeagentur, sondern eine Heimstatt für Creative Producer, die große Ideen entwickeln, sie dann aber bezahlbar umsetzen sollten. Woran Wir Glauben will schneller sein als andere, weil sie klein ist. Und sie will transparenter sein, weil sie für Projekte und Werbemittel Festpreise kalkuliert. Pakull führt die Firma weiter.

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Dann aber hatte Peter Prislin ein Beratungsmandat für Hans im Glück übernommen. Der Laden wächst schnell, rasend schnell: Jeden Tag eröffnet ein neues Restaurant in Deutschland - 60 Filialen sind es derzeit - und so bot man ihm den Job in der Geschäftsführung an. Der Kreative Prislin konnte kaum Nein sagen. "Mich hat Systemgastronomie immer gereizt", sagt er. Er hat bei Heye lange Jahre auf McDonald's gearbeitet, bringt Erfahung mit. So eine junge Marke mitzugestalten war der Traum – und eine Herausforderung.

Denn Hans im Glück droht mit der Größe sein Sex-Appeal von einst zu verlieren. Seit 2010 gibt es das Unternehmen von Thomas Hirschberger erst. Das will Prislin trotz geringen Budgets verhindern, mit taktischen Markenkooperationen, Werbung im Internet, neuem Innendesign. Jetzt will er bald auch punktuell in klassische Werbung (Etathalter: Berger Baader Hermes, München) investieren wie in City Lights und PR fürs Storytelling. Alles wird neu.

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