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Kampf gegen Genderklischees
Pinker Pudel für Saatchi & Saatchi und die Telekom

Die Organisation Pinkstinks, die gegen Sexismus in der Werbung kämpft, vermisst in der deutschen Werbebranche positive Impulse in Sachen Gendersensibilität. Ihren Positiv-Preis vergibt sie nach London.

Text: Anonymous User

23. März 2021

Billie Eilish im Telekom-Spot "What We Do Next".
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Gewinner des diesjährigen Werbefilmpreises "Pinker Pudel" ist die Londoner Agentur Saatchi & Saatchi für den Film "What We Do Next" für die Deutsche Telekom. Darin zeigen die 19-jährige, mit fünf Grammys prämierte Sängerin Billie Eilish, die UN-Jugendbotschafterin Jahkini Bisselink, die Klima-Aktivistin Eirini Vougiouka und der Gleichberechtigungsaktivist Fabian Grischkat, wie die Jugend mithilfe von Social Media für eine nachhaltige Zukunft kämpft. Der Film präsentiert somit eine Generation Z, die sich für Fortschritt und Gleichberechtigung einsetzt und in der starke Frauen Macherinnen sind. 

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Pinkstinks vergibt seit 2018 jährlich den Pinken Pudel und prämiert damit Werbung, die mit Geschlechterklischees bricht. Der Preis hat sich als deutscher "Glass Lion" (Gläserner Löwe von Cannes) etabliert. 

Von der deutschen Werbebranche zeigte sich die Jury um Sabine Cole (Executive Content Director bei Loved), Kreativdirektorin Nina Puri und Pinkstinks-Gründerin Stevie Schmiedel enttäuscht: "Keine Kampagne riss uns so vom Hocker wie die Gewinnerfilme der letzten Jahre", erklärt Sabine Cole. "Wir bedauern, dass wir den Preis 2021 nicht national verleihen konnten, aber es war nichts Prämienreifes zu finden", sagt Nina Puri. "Gerade im Corona-Jahr hätten wir von der deutschen Werbeindustrie mehr erwartet, betont Stevie Schmiedel. 

Immerhin einen pinken Chihuahua bekam Serviceplan als Trostpreis und Motivator. In dem Weihnachtsspot für den Discounter Penny seien zumindest Ansätze von männlicher Care-Arbeit erkennbar, so die Begründung der Jury. "Kleine Impulse kann man sehen", meint Sabine Cole: "Aber für einen Pudel muss sich Deutschland mehr ins Zeug legen."

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Für 2022 erwartet die Jury deutlich mehr von der deutschen Werbeindustrie und erinnert an den Pinken Pudel 2020, den Thjnk für die "DFB-Frauen für Commerzbank" gewann.

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Autor: W&V Redaktion

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