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Power of One
Publicis bündelt Produktion bei Saatchi Studio

Auf die neue Firma greifen künftig alle Agenturen und Kunden der Gruppe zu. Die Publicis-Produktion Prodigious verschwindet dafür vom Markt. Ihr Chef Götz Teege leitet in Zukunf Saatchi Studio.

Text: W&V Redaktion

31. August 2020

Götz Teege, bislang Chef von Prodigious, übernimmt nahtlos die Führung von Saatchi Studio.
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Publicis baut unter der Marke Saatchi & Saatchi ein eigenes Produktionsstudio auf. Das Saatchi Studio macht nicht nur in Film, Funk und Fernsehen sowie Print, sondern deckt auch die ganze Bandbreite der digitalen Produktion ab. Dazu gehören unter anderem Bewegtbildinhalte. Ein neues Film- und Foto-Studio ensteht derzeit.

Das Studio führt Götz Teege, bislang CEO der Publicis-Produktion Prodigious, der zukünftig auch die 70 Mitarbeiter an den Standorten in Düsseldorf, Frankfurt, Berlin und Hamburg führen wird. In seiner Funktion als Managing Director Production berichtet er direkt an Christian Rätsch, den CEO von Saatchi & Saatchi.

"Die Produktion ist heute ein Schlüsselfaktor für wirksame Kommunikation", sagt Götz Teege. Geschwindigkeit, Qualität und Effizienz seien wichtig, um im richtigen Kanal zur richtigen Zeit die passende Botschaft auszuspielen. Die Anforderungen aus der zunehmenden Individualisierung von Kommunikation ließen sich nur noch mit Automatisierung und maschinellem Lernen handhaben. "Aus diesem Grund flankieren wir klassische Produktionsgewerke mit Technologie", so Teege weiter.

Neues, integriertes Angebot

Bislang haben sich die einzelnen Agenturen der Publicis-Gruppe weitgehend selbst um ihre Produktion gekümmert über die hauseigene Prodigious oder die Leistungen extern eingekauft. Jetzt soll in Deutschland - der Agenturphilosophie "Power of One" folgend - alles gebündelt werden - das schafft Synergien und spart Kosten. Die Mitarbeiter der Prodigious arbeiten für die neue Saatchi Studio.

Kunden können das Saatchi Studio auch extra buchen, ohne sonst mit den Agenturen der Publicis-Gruppe zusammenzuarbeiten. Zum Kundenkreis gehören Unternehmen wie BSH, Dacia, Dunlop, Ernst & Young, Siemens, P&G, Philip Morris, Renault, Schaeffler und die Deutsche Telekom.

Idee versus Maschine

Saatchis Agenturchef Rätsch sieht Kreativagenturen in einer Zeitenwende. "Auf der einen Seite rücken Kreativität und die Idee wieder in den Fokus. Auf der anderen Seite fordern unsere Kunden Kompetenzen in dynamischer Kreation, Echtzeit-Realisierung oder in automatisierten Produktionen hoch komplexer und skalierender Toolboxen", sagt der CEO. Genau aus diesem Grund baue Saatchi die neue Produktionseinheit auf. "Die Kreation kann sich so auf die Ideen konzentrieren und die Produktion auf die Realisierung und Distribution der Assets in hoher Stückzahl", sagt Christian Rätsch.

Mehr zum Umbau von Saatchi & Saatchi zur Kreativagentur lesen Sie in der aktuellen W&V (EVT: 2.9.) und zwar im Interview mit Christian Rätsch. Zur Bestellung geht es hier.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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