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Neuanfang
Publicis holt Dennis May und Christoph Pietsch

DDB verliert, Publicis gewinnt. Die Kollegen May und Pietsch wechseln gemeinsam zu einem neuen Network. Der Kreative und sein Marketer sollen Publicis zu mehr Wachstum und kreativer Sichtbarkeit verhelfen.

Text: W&V Redaktion

6. August 2020

2018 noch W&V-Agentur des Jahres: DDB verliert mit Dennis May (l.) und Christoph Pietsch (r.) zwei renommierte Werber.
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Das ging schnell: Kaum war ihr Abgang bei DDB verkündet, meldet sich der neue Arbeitgeber von Dennis May und Christoph Pietsch. Die beiden wechseln zu Publicis.

Die Gruppe, die zuletzt unter der Führung von Frank-Peter Lortz Publicis Media und Publicis Communications zusammengelegt hatte, will sich bekanntlich integrierter und kreativer aufstellen. Dem folgt das Network mit dem Konzept "Power of One" schon länger. Mit der Fusion von Kreation und Media ging man den letzten, konsequenten Schritt. Publicis wird zur Plattform für Kreation/Media, Digitales und Business-Transformation.

Dennis May, 40, bislang Kreativchef von DDB, und Christoph Pietsch, 34, CMO des Networks in Düsseldorf, werden im Februar 2021 als Chief Creative Officer und Chief Growth Officer bei der Publicis Groupe Deutschland anfangen. Beide sind auf Holding-Ebene angesiedelt und berichten direkt an Frank-Peter Lortz, CEO Publicis Groupe DACH. Sie bleiben in Düsseldorf, ihrer Heimatstadt.

Neue Dynamik für Publicis

In der deutschen Publicis-Gruppe verantwortet Dennis May als neuer CCO die Kreation aller Agenturen. Dazu gehören Firmen wie die Digitalagentur Digitas Pixelpark, die Designschmiede Metadesign oder die Customized-Marken Ibeauty (L'Oréal) und Axa next (Axa). Sein Augenmerk aber wird May auf Saatchi & Saatchi richten, die Publicis zur Kreativagentur ausbauen will. Die Düsseldorfer Agentur soll May mit CEO Christian Rätsch weiterentwickeln. Rätsch hatte dafür unter anderem schon den preisgekrönten Kreativen Cosimo Möller für den Standort München gewonnen.

Christoph Pietsch wiederum soll die Geschäftsentwicklung sämtlicher Agenturen der Gruppe vorantreiben und Kunden maßgeschneiderte Teams basteln. Da geht es nicht nur um Marketing, sondern auch um digitale Transformation und Geschäftsmodelle. Darüber hinaus wird er sich um neue Produkte und Services kümmern.

Es scheint, als reize Pietsch die Herausforderung. Schon bei DDB traf er vor knapp vier Jahren auf eine Agentur, die, als er antrat, dringend neuer Wachstumsimpulse bedurfte. Publicis entwickelt sich zwar gut mit Pitchgewinnen wie Oppo, Lidl, Mondelez, Radeberger und AOK, beschäftigt sich aber traditionell viel mit der eigenen Transformation, hatte mit Personalabgängen zu kämpfen und ist nach außen jedenfalls nicht als kreatives Aushängeschild sichtbar. Lortz agiert noch dazu eher im Verborgenen. Im Zusammenspiel mit seinem Kollegen May - die beiden sind ein eingespieltes Team - soll sich hier eine ganz neue Dynamik entfalten.

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Ehrgeizige Ziele

Frank-Peter Lortz ist jedenfalls zufrieden: "Wir wollen für unsere Kunden der beste Partner für ihre Marketing-, Digital- und Business-Transformation sein. Mit Dennis werden wir zügig in das Spitzenfeld der kreativsten Agenturen Deutschlands vordringen. Christoph wird mit seinen Stärken in der Produkt- und Business-Entwicklung unsere Stellung als Partner für Marketingtransformation ausbauen."


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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