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Halbjahresergebnis
Publicis leidet unter dem Lockdown

Die internationale Publicis-Agenturgruppe ist im ersten Halbjahr organisch um acht Prozent geschrumpft. Im zweiten Quartal lag das Minus bei 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Text: W&V Redaktion

23. Juli 2020

CEO Arthur Sadoun: "Publicis verfügt über solide Fundamentaldaten, um die Krise zu überstehen."
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Zwar kann Publicis für das erste Halbjahr 2020 einen Nettoumsatz von 4,77 Milliarden Euro ausweisen. Das entspricht einem rechnerischen Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aber dieses Wachstum ist lediglich der spektakulären Übernahme des Datenspezialisten Epsilon geschuldet.

Auf vergleichbarer Basis zum Vorjahr ist Publicis dagegen im ersten Halbjahr um acht Prozent geschrumpft. Im zweiten Quartal, das vom Lockdown gekennzeichnet war, lag das Minus bei 13 Prozent. Damit schneide Publicis aber weitaus besser ab als die globale Werbebranche, der für das erste Halbjahr ein Rückgang von 23 Prozent vorhergesagt wurde (Zenith-Prognose), so Holding-CEO Arthur Sadoun.

Recht stabil erweist sich für Publicis inzwischen der US-Markt, der lange als Sorgenkind galt. Hier ging das Geschäft im ersten Halbjahr lediglich um 3,3 Prozent zurück. Das Europageschäft von Publicis brach im zweiten Quartal um 23,5 Prozent ein. In Asien lag die Performance im zweiten Quartal bei minus 5,7 Prozent.

Der Nettogewinn der Gruppe lag im ersten Halbjahr bei 417 Millonen Euro - ein Rückgang um fast zehn Prozent. Die operative Marge liegt bei 13 Prozent. "Wie erwartet wurden wir im zweiten Quartal von den ersten wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise getroffen", sagt Publicis-CEO Arthur Sadoun. Doch die Ergebnisse zeigten, dass Publicis "über solide Fundamentaldaten verfügt, um die Krise zu überstehen."

Zeitgleich hat Syzygy die Halbjahreszahlen veröffentlicht

Auch die Digitalagentur Syzygy gab am Donnerstag ihre Halbjahreszahlen bekannt: Die Gruppe setzte mit 26,9 Millionen Euro 15 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. 22,3 Millionen davon entfallen auf Deutschland, bei einer Ebit-Marge von elf Prozent. In den USA und in Großbritannien lief es für die Agentur dagegen schlechter. "Das angepasste Ausgabeverhalten unserer Kunden hat zu Umsatzeinbußen geführt und das Neugeschäft erschwert", heißt es bei Syzygy. Für das zweite Halbjahr rechnet die Agentur mit einer Erholung.

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Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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