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Print-Kampagne
Reporter ohne Grenzen führen Druckpresse ad absurdum

Reporter ohne Grenzen starten das neue Jahr mit einer Print-Kampagne, die an die Grundidee der revolutionären Gutenberg-Presse erinnert. Entwickelt wurde die Kampagne gemeinsam mit DDB Berlin.

Text: W&V Redaktion

19. Februar 2020

Reporter ohne Grenzen und DDB Berlin starten mit einer Print-Kampagne, die an die Gutenberg-Presse erinnert.
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Reporter ohne Grenzen und DDB zeigen in ihrer aktuellen Print-Kampagne Gutenbergs Druckpresse. Und zwar so,wie sie noch nie zuvor gesehen wurde.

Die Druckpresse wurde Mitte des 15. Jahrhunderts von Johannes Gutenberg erfunden und läutete eine neue Ära der Informationsverbreitung ein. Gutenberg sah darin ein Instrument, um das Weltgeschehen so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Eine bahnbrechende Erfindung auf dem Weg zur Presse- und Informationsfreiheit für alle.

In vielen restriktiv geführten Ländern wird die Tagespresse jedoch auch heute noch vor allem zur Gleichschaltung und regierungskonformen Informationssteuerung eingesetzt. Die Presse wird missbraucht und zum aktiven Werkzeug der Unterdrücker.

Die Idee

DDB Berlin inszeniert im Auftrag von Reporter ohne Grenzen die klassische Gutenberg-Presse anlässlich der aktuellen Print-Kampagne nun auf eine ganz andere Weise. Als etwas, für das sie nie vorgesehen war: ein Instrument der Unterwerfung. In einem mittelalterlich anmutenden Illustrationsstil werden altertümliche Druckpressen als Folterinstrumente dargestellt.

Die Kampagne von DDB und Reporter ohne Grenzen zeigt eine Illustration von Gutenbergs dDuckpresse.

Chiara Chessa, Senior Copywriter bei DDB Berlin, beschreibt den Kampagnenprozess wie folgt: "Wenn man sich alte Zeichnungen der Originalpressen ansieht, sind das relativ abstrakte Objekte. Es könnte sich genauso gut um mittelalterliche Folterinstrumente handeln. Eine starke Metapher, um zu zeigen, dass die Presse niemals zu einem Instrument der Unterdrückung werden sollte. So wie altertümliche Folterzeichnungen der Abschreckung dienen sollten, wollen wir jetzt aufrütteln und klarmachen: Presse darf niemals zur Unterdrückung missbraucht werden."

Star-Illustrator Steven Noble

Die Prints entstanden in Zusammenarbeit mit dem Illustrator Steven Noble aus San Francisco, der erst 2017 zu einem der "200 besten Illustratoren weltweit" gewählt wurde. Noble und das Team von DDB recherchierten authentische mittelalterliche Zeichnungen von Folterinstrumenten und bauten die Motive auf dieser Basis auf.

Die Kampagne startet Ende Januar deutschlandweit mit Anzeigen in Leitmedien wie der Zeit, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Taz und digitalen Out-of-Home-Flächen.

Auf Seiten von Reporter ohne Grenzen war Kristin Bässe verantwortlich für die Entstehung der Kampagne. Bei DDB entwickelten Heitor Buchalla (Senior Art Director) und Chiara Chessa (Senior Copywriter) das Konzept unter der Führung von Creative Director Patrik Lenhart und CCO Dennis May. 

 


Autor: Belinda Duvinage

legt ein besonderes Augenmerk auf alle Marketing-Themen. Bevor die gebürtige Münchnerin zur W&V kam, legte sie unter anderem Stationen bei burdaforward und dem Münchner Merkur ein, leitete ein regionales Magazin in Göttingen und volontierte bei der HNA in Kassel. Den Feierabend verbringt sie am liebsten mit ihren drei Jungs in der Natur, auf der Yogamatte, beim perfekten Dinner mit Freunden oder, viel zu selten, einem guten Buch.

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