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Plagiatsdiskussion
S&F-Kreative äußert sich zu "One Girl, One Cup"

Der Streit um die Kampagne "One Girl, One Cup" geht in die nächste Runde. Jetzt äußert sich eine Scholz & Friends-Kreative auf LinkedIn ausführlich zu den Vorwürfen. Sie stellt ihre Sicht der Dinge dar.

Text: W&V Redaktion

23. Juni 2020

Der Streit um eine Kreativ-Idee tobt.
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Die Scholz & Friends-Arbeit "One Girl, One Cup" für den Kunden The Female Company sorgt immer noch für Schlagzeilen. Eine junge Kreative hatte Scholz & Friends auf Instagram angegriffen. Ihre Aussage: Sie habe in einem Bewerbungsverfahren die Idee präsentiert, auf PornHub die Funktion einer Menstruationstasse zu erklären. 

"Es wurde keine Idee geklaut", so die Haltung der Agentur. Eine andere junge Frau hätte den gleichen Einfall gehabt. Denn beide hätten die Aufgabenstellung bekommen, eine "provokante PR- und Media-Idee" zu präsentieren. Scholz & Friends hat sich für die Bewerberin Martina Pellerey entschieden, sie ist inzwischen Junior Copy Writer. Sie äußert sich auf LinkedIn

Pellerey schrieb dort unter anderem: "I have waited until now to address the allegations because my agency was completing an internal audit to ascertain the facts. I feel now is the most appropriate time for me to speak out. I want to make clear that this campaign originated and was built around my own creative idea "One Girl, One Cup" which I pitched in my copy test on 22 January 2020. I am extremely proud of this campaign for which I’ve worked tirelessly for the past four months. It delivers a clear and meaningful message for the female public and I will not stop associating with it.

Die Aussagen der abgelehnten Bewerberin hätten zu einer aufgeheizten Online-Debatte geführt. Sie habe zahlreiche beleidigende E-Mails bekommen. Sie schildert den Vorgang aus ihrer Sicht: "I only learned of the existence of Pavlina’s submission after her post on Instagram. I am a firm believer that credit is due when credit is due. Clearly, we needed to sort this out. I immediately contacted her via Instagram making myself available to provide more information as transparently as possible", schreibt sie weiter.

Sie hat mehrere Screenshots angefügt, um dies zu belegen. In den LinkedIn-Kommentare meldet sich auch Creativ Director Sebastian Stelzer von Scholz & Friends Berlin zu Wort: "I should have informed Pavlina that we will turn the idea into a campaign. I’m of course really sorry for that but being sorry is not enough. Pavlina will be on the credits from now on – if this is her wish off course. Furthermore, we will not use real client’s or their products in our copy tests from now on", so der Kreative.

Ebenso auf LinkedIn äußert sich ebenso die Kundin: Ann-Sophie Claus, Gründerin von The Female Company. Sie nimmt Pellerey in Schutz und zeigt sich entsetzt über die heftigen Kommentare. 

"I think this campaign and what happened around it is a great chance: A chance to realise that every comment we write on Social Media, has a REAL impact on a REAL person. Let's be careful about our words and accusations", so Claus.


Autor: Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.

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