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Nach drei Jahren
Select und Weleda trennen sich

Agentur und Kunde haben am Schluss nicht mehr gut zusammengearbeitet. Weleda wollte sparen, Select anspruchsvolle Kreation schaffen. Die Coronakrise hatte die Situation noch verschärft.

Text: W&V Redaktion

31. Juli 2020

Vorbei. Weleda sucht sich eine neue Agentur.
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Die Agentur Select World beendet die Zusammenarbeit mit der Pflegemarke Weleda. Vor drei Jahren konnte sie den globalen Etat in einem mehrstufigen Pitch gewinnen. Jetzt findet die Kundenbeziehung ein Ende.

Als Grund nennt Select etwas vage die Vorgaben des Unternehmens. Der kreative Anspruch der Agentur, so heißt es in einer Pressemitteilung, sei mit dem Weledas nicht mehr vereinbar gewesen. Konkreter dürfte es um das Miteinander und Sparmaßnahmen gegangen sein, die beide Seiten entzweit haben. Corona wird die Situation noch verschärft haben. Weleda selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Kompensation mit Grey-Etat

2018 hatte Select den Relaunch der Marke umgesetzt und Weleda mit einer Markenvision modernisiert, die die anthroposophischen Grundsätze der Marke in Szene setzen sollte. Es folgte die globale Kampagne "You are Nature", bei der Select Weledas ganzheitlichen Blick auf Mensch und Natur inszenierte, um sich, wie die Agentur schreibt, vom Wettbewerb der "Pseudo- und Indie-Naturkosmetikprodukte" abzusetzen. Weleda wollte damit vor allem um Millennials werben.

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Select kann den Verlust nach eigenen Angaben kompensieren. Man habe von Grey den Etat für Pantene Deutschland übernommen, zuletzt die internationale Purpose-Kampagne von Nivea gemacht.

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Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

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