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Nach Ausschreibung
Serviceplan und Bauer Media Group holen AOK-Millionen-Etat

Die AOK-Versicherungsgruppe hat ihren CP- und Content-Etat neu vergeben. Ab 2020 kümmern sich Serviceplan Berlin und die Bauer Media Group um den Millionenauftrag.

Text: W&V Redaktion

14. Oktober 2019

Steve Plesker baut die Kommunikation der AOK-Gruppe radikal um.
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Die AOK-Gruppe hat sich für einen neuen Content-Dienstleister in der Versichertenkommunikation entschieden. Ab nächstem Jahr setzt die Gruppe, die mit ihren elf rechtlich selbständigen Krankenkassen rund 26 Millionen Menschen betreut, auf das Knowhow von Serviceplan (Berlin) und Bauer Media Group (Hamburg). Die beiden Unternehmen hatten sich als Bietergemeinschaft im Rahmen einer Ausschreibung beworben und zuletzt gegen insgesamt vier weitere Bieter durchgesetzt. Der Etat dürfte im zweistelligen Millionenbereich liegen. Auch wenn der Fokus mehr auf digitale Kanäle und Produkte gelegt wird und die Aufwendungen für Print reduziert werden.

Auf der Verliererseite steht die WDV-Verlagsgruppe in Bad Homburg, die seit Jahrzehnten die AOK als Content-Partner betreut. Welche Folgen der Verlust für die WDV-Gruppe hat, ist nicht bekannt. Allerdings kümmern sich die Bad Homburger weiterhin um den Druck der Printerzeugnisse. Auch dieser Etat war ausgeschrieben worden. Der Vertrag läuft vier Jahre. Mit der Entscheidung für einen neuen Content-Dienstleister wird sich die AOK ab 2020 auch kommunikationsstrategisch neu ausrichten. Treibende Kraft hinter dem Umbau ist Steve Plesker, seit Oktober 2017 Leiter des Geschäftsbereichs Markt und Produkte beim AOK-Bundesverband.

Die AOK will künftig ihre Versichertenzielgruppen differenzierter ansprechen und stärker auf digitale Inhalte und Kanäle setzen. Neben vier zielgruppenspezifischen Magazinen wird es einen Content Hub auf der Aok.de, neue Kanäle in sozialen Medien und Kooperationen mit Influencern geben. Die bundesweiten Inhalte der Privatkundenkommunikation werden ab sofort in dem neu eingerichteten 15-köpfigen AOK-Contentroom produziert. Dieser wird von Michael Häutemann, bis zuletzt Geschäftsführer der Berliner PR und Content Marketing Agentur Publiplikator, geleitet.

Zielsetzung des Umbaus: "Wir wollen die erste Anlaufstelle zum Thema Gesundheit für unsere Versicherten sein. Mit dem AOK Content Room und dem 'Haus der Gesundheit' sind wir ideal aufgestellt, um Content zu produzieren, der genau zu ihren Bedürfnissen, ihrer Region und ihren Mediennutzungsgewohnheiten passt", sagt Steve Plesker.

Die Ausschreibung für das Content Marketing und Corporate Publishing wurde von der Beratung Cherrypicker begleitet. Die Ausschreibung für den Druck der Versichertenmagazine koordinierte die Beratung Clue One.

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